Dorsten Aktuell


11.04.2016
 

KiTa am Stuvenberg in Rhade seit 40 Jahren im Dienste des Nachwuchses

Die Umbauarbeiten an der Städtischen Tageseinrichtung für Kinder am Stuvenberg in Rhade sind beendet. Seit 40 Jahren ist die Kindertageseinrichtung nun schon für den Nachwuchs da.

Von Sommer 2014 bis jetzt wurden für die Kleinsten ein Schlafraum angebaut, zwei neue Wickelräume eingerichtet und die Sanitärbereiche modernisiert. Der alte Personalraum musste im Zuge der Umbauarbeiten abgerissen werden. Dafür wurde der Eingangsbereich verlegt und vergrößert und ein neuer Personal- und ein Büroraum angebaut.

Im Jahre 1976 wurde über eine Elterninitiative der Anstoß zur Einrichtung einer Kindergartengruppe im Wohnhaus gegenüber der heutigen KiTa gegeben. Zwei Jahre später, im Sommer 1978, konnten die Kinder das von der Firma Nachbarschulte aus Fertigteilen errichtete neue Gebäude auf der anderen Straßenseite beziehen. Eigentlich nur als Provisorium geplant, wurde der Kindergarten knapp über 20 Jahre zweizügig geführt, wobei die Gruppenstärke im Laufe eines Kindergartenjahres zeitweise auf 27 bis 30 Kinder stieg.

Aufgrund der weiter steigenden Kinderzahlen wurde im Herbst 1996 eine dritte Gruppe auf der Nordseite angebaut, die im Juni 1997 von 25 Kindern bezogen wurde.
Im Jahr 2002 gaben weitere steigende Kinderzahlen Anlass, im gegenüberliegenden Wohngebäude, in einem ehemaligen Ladenlokal, Räumlichkeiten zur Einrichtung einer weiteren städtischen Kindergartengruppe einzurichten. Dieser „Bedarfskindergarten“ wurde 2012 aufgrund wieder sinkender Kinderzahlen geschlossen.

Die Städtische Kita hat viel in den 40 Jahren ihres Bestehens bewegt, sich dabei stets weiter entwickelt. Im Zuge des demografischen Wandels wurden über die Jahre Bildungskonzepte wie die funktionsorientierte, die demokratische und die situationsorientierte Pädagogik erarbeitet und in die Praxis umgesetzt. Das Team der Kita hat sich früher wie heute immer wieder weitergebildet, um dem Wandel der Kindheit und somit den Bedürfnissen der Kinder immer gerecht zu werden.

„Wichtig war uns immer, dass die uns anvertrauten Kinder sich wohl und angenommen fühlen. Denn nur Kinder, die in einer Wohlfühlatmosphäre leben, entfalten ihre Fähigkeiten und können sich somit positiv entwickeln“, sagt Silvia Römhild, seit 1991 als Erzieherin und seit 1997 als Leiterin in der KiTa tätig.
Die Kita versteht sich als sozialer Lern- und Lebensraum und Bildungsstätte für Kinder. Dass sich das Team der Kita ständig weiterentwickelt, zeigen besondere zusätzliche Qualifikationen des pädagogischen Personals, von denen die Kinder tagtäglich profitieren.
So wird seit 2012 die tiergestützte Pädagogik, die mit dem Einsatz eines Begleithundes begann, mit dem Besuch von Reptilien und Amphibien, bis über die Errichtung eines großen Meerschweinchen-Außengeheges weitergeführt.

Zu den besonderen Qualifikationen der Mitarbeiter gehören auch die Kinderkreativpädagogik und die ECHA-Ausbildung (Fachkraft zur Förderung von hochbegabten Kindern). Demnächst möchte das Team auch eine Ausbildung zur Naturerzieherin absolvieren. Erst vor einem Jahre wurde die Kita für ihr erfolgreiches und nachhaltiges Engagement in den Bereichen Naturwissenschaften als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet.

Das Team legt gerade in der heutigen Zeit großen Wert darauf, dass die Kinder ausgiebig nach ihren Bedürfnissen spielen können, ohne dass Ihnen ständig Angebote gemacht werden, da das Spiel des Kindes für ein erfolgreiches Lernen jetzt und in Zukunft von größter Wichtigkeit ist.
Besonders stolz und dankbar ist das Team dem 2013 gegründeten Förderverein, der bisher für die KiTa viele Projekte ermöglicht und zahlreiche Wünsche erfüllt hat.
Gefeiert wurde der runde Geburtstag und die Einweihung der neuen Räumlichkeiten mit Kindern, ihren Eltern und dem Kita-Team gemeinsam mit geladenen Gästen, Ehemaligen und interessierten Rhader Bürgern am Samstag, 9. April, von 11 bis 14 Uhr. Insbesondere für Kinder hatte der Förderverein der KiTa ein buntes Programm organisiert.