Dorsten Aktuell/News


13.04.2016
 

„Blitzmarathon“ - Polizei im Kreis zieht Bilanz

Der zweite europaweite Blitzmarathon ist zu Ende gegangen. 16 Stunden lang haben die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Recklinghausen an den 92 Messstellen im Kreis und in der Stadt Bottrop die Geschwindigkeit kontrolliert (2015= 72 Messstellen). 8910 Fahrzeuge wurden gemessen (2015= 10.400 Fahrzeuge), davon waren 324 zu schnell unterwegs (2015=391).

Im Vergleich zu der Anzahl der gemessenen Fahrzeuge wurden somit weniger Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, als beim letzten Blitzmarathon im April 2015. Einsatzleiter Laschinski zieht daher ein positives Fazit: "In vielen regionalen und überregionalen Medien wurde heute und in den vergangenen Tagen intensiv über das Thema Blitzmarathon und über die Gefahr, die in der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit liegt, berichtet. In vielen dieser Berichte ist das Leid, das schwere Verkehrsunfälle oft hinterlassen, zum Ausdruck gekommen. Wenige Sekunden, vielleicht ein paar Stundenkilometer zu schnell, können das Leben vieler Menschen verändern. Wir hoffen, dass dieses Thema auch bei den 324 Verkehrsteilnehmern angekommen ist, die heute immer noch zu schnell unterwegs waren." Die zu hohen Geschwindigkeiten beim Blitzmarathon wurden mit Verwarngeldern und Ordnungswidrigkeitenanzeigen geahndet. Auch Punkte wurden fällig. Trauriges "Highlight" war heute Morgen ein 32-jähriger Mann aus Herten, auf der Westerholter Straße, der nicht nur deutlich zu schnell unterwegs war (69 km/h bei zulässigen 50 km/h) - der Fahrer stand nach ersten Erkenntnissen auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Erst im letzten Moment reagierte der Fahrzeugführer auf die Anhaltezeichen des Polizeibeamten und bremste seinen Pkw ab. Dem Beschuldigten wurde in der Polizeiwache eine Blutprobe entnommen. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass die Fahrerlaubnis des Herteners bereits wegen eines zurückliegenden Verkehrsdeliktes entzogen wurde. Auf den Hertener wartet eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss. Gar nichts verstanden hat ein 46-jähriger Schermbecker, welcher in Castrop-Rauxel in einer 30er-Zone mit 66km/h gemessen wurde und somit mehr als doppelt so schnell fuhr als erlaubt. Dieser war so uneinsichtig, dass er mit 59km/h von der Messstelle wegfuhr und dabei abermals gemessen wurde. Ihn erwarten jetzt mindestens 4 Wochen Fahrverbot, 2 Punkte und eine saftige Geldbuße.