Dorsten Aktuell/News


19.05.2016
 

Geschafft: Schermbeck erhält Glasfaseranschluss

Nach Hünxe und Raesfeld bewegen sich künftig auch viele Schermbecker rasant auf der Datenautobahn. Sie bekommen noch in diesem Jahr den Anschluss an das Glasfasernetz…

„Nach einer kurzen Verlängerung bis zum 14. Mai hat die Bürgerschaft einen grandiosen Endspurt hingelegt und die 40-Prozent-Hürde genommen“, teilte die Firma „Deutsche Glasfaser“ unlängst mit und fügte hinzu, „durch das Erreichen der 40 Prozent steht der offiziellen Freigabe durch die Geschäftsführung von Deutsche Glasfaser für den Bau des Netzes in Schermbeck nun nichts mehr im Wege.“
Nach der offiziellen Freigabe der Geschäftsführung beginnen die detaillierten Vorbereitungen für den Ausbau in Schermbeck. In einigen Wochen starten dann die Tiefbauarbeiten, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Jeder, der einen Vertrag eingereicht hat, wird über die weiteren Schritte informiert und zur Besprechung des Hausanschlusses kontaktiert.
„Mir sind mehrere Gesteinsbrocken vom Herzen gefallen, weil die digitale Zukunft nicht an Schermbeck vorbeigegangen ist“, freute sich Bürgermeister Mike Rexforth. Es seien anstrengende 14 Wochen gewesen.
Nachdem 40 Prozent aller Haushalte im Schermbecker Ortskern einen Vertrag mit der Firma „Deutsche Glasfaser“ abgeschlossen haben informierten Bürgermeister Mike Rexforth und der gemeindliche Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch über den Fortgang der Arbeiten.
Im Verlauf dieses Jahres sollen alle Straßen innerhalb des Planungspolygons (siehe Karte im Foto) an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Momentan verhandelt die Gemeindeverwaltung mit der DG über eine neue Trassenführung für den Hauptstrang, der von Raesfeld nach Schermbeck führen soll. Wenn die Vorstellungen der Verwaltung akzeptiert werden, dann wird die Trasse entlang der Westricher Straße in Overbeck führen, weil dort mehrere kleine Siedlungseinheiten angeschlossen werden könnten. Einen Vorteil hätte auch der Lichtenhagen. Die Häuser im Lichtenhagen liegen zwar außerhalb des Planungspolygons, aber bei einer privaten Umfrage hatten dort etwa 80 Prozent der Familien die Bereitschaft zu einer Vertragsunterschrift signalisiert.
Begonnen haben auch die Planungen für zwei „Point of Presence“ (PoP) im Ortskern. Von einem solchen PoP gehen alle Glasfaserstränge aus, die in Richtung der Wohnungen der Kunden führen.
Parallel dazu forciert die Gemeinde nun die Bemühungen, in den Außenbereichen der Kommune eine bessere Internetversorgung zu realisieren. Derzeit bemüht sich Schermbeck in einem ersten Schritt gemeinsam mit Hünxe und Hamminkeln, über ein 50 000 Euro kostendes Gutachten die Möglichkeiten einer Maximalförderung zu klären. Das Gutachten soll bis zum Jahresende vorliegen. Danach lässt sich die Frage klären, auf welche Art eine Optimalversorgung im Außenbereich erreicht werden kann, wie teuer ein solcher Anschluss für den einzelnen Haushalt wird und inwieweit es Mittel aus Fördertöpfen gibt, die den Anschluss für den einzelnen Haushalt bezahlbar machen. (ven)

BU: Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth und Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch (v.l.) zeigen eine Karte mit den Umrissen jenes Planungspolygons, in dem jetzt bald mit den Arbeiten für die Glasfaserversorgung begonnen wird.