Dorsten Aktuell/News


29.06.2016
 

Zechensiedlung in Hervest gewinnt den "Preis Soziale Stadt"

Die Zechensiedlung in Hervest gehört zu den sechs Preisträgern des renommierten Wettbewerbs „Preis Soziale Stadt“. Bei der Nennung der Sieger in Berlin erhielt Hervest den Preis in der Kategorie „Bürgermitwirkung und Stadtteilleben“. In jeder Kategorie waren drei Projekte nominiert.

Das Wohnungsunternehmen Vivawest hatte die Bewerbung eingereicht unter dem Titel „Public. Private. Partnership: Ein Quartier blickt nach vorn“. Vivawest unterhält in der Siedlung 463 Wohneinheiten und acht Gewerbeobjekte.

Wesentliches Merkmal der Bewerbung war die Kooperation mit dem Bergbauverein, dem Verband Evangelischer Kirchengemeinden in Dorsten und der Stadt. Prämiert wurde der gemeinsame Antritt der Beteiligten, die Erfolge des gerade ausgelaufenen Förderprogramms „Soziale Stadt Hervest“ fortzusetzen und zu verstetigen.

In einer Pressemitteilung nach der Preisverleihung heißt es:
„Bei der Erneuerung der Zechensiedlung Hervest war es der Wohnungsbaugesellschaft Vivawest Wohnen wichtig, die bauliche Sanierung mit der Stärkung der Nachbarschaft zu verbinden. Um vorhandene soziale Initiativen zu sichern und auszubauen, hat das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt, dem Bergbauverein und der evangelischen Kirche ein tragfähig finanziertes Verstetigungskonzept erarbeitet. Ein Kultur- und Begegnungszentrum wurde dadurch nachhaltig gesichert, was angesichts des hohen Anteils von Bewohnern mit Migrationshintergrund besonders wichtig ist. Aus regelmäßigen Ideenkonferenzen mit der Bewohnerschaft entstehen Projekte, deren Breite beeindruckt – von Kinderferienprogrammen bis zum interkulturellen Siedlungsgarten.“

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff war zur Preisverleihung nach Berlin gereist und sagt nach dem schönen Erfolg: „Der Preis ist eine wichtige Anerkennung für unser Konzept, mit dem wir – Vivawest, Kirche, Bergbauverein und Stadt – gemeinsam Verantwortung übernehmen für die weiterhin gute Entwicklung des Stadtteils. Mit Vivawest haben wir hier einen Partner an unserer Seite, der sich nicht nur um seinen eigenen Bestand kümmert, sondern der in hervorragender Weise Verantwortung für den gesamten Stadtteil übernimmt. Diese Auszeichnung gebührt allerdings keineswegs nur den Institutionen, sondern vielmehr allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich ab 2008 gemeinsam mit uns auf den Weg gemacht haben zur Sozialen Stadt Hervest, die dabei in vielen Projekten mitgearbeitet und die ein tragfähiges Netzwerk geknüpft haben. Auf dieser Grundlage können wir Hervest auch nach dem Ende der Förderung weiter entwickeln und stärken. Ich freue mich sehr, dass diese Gemeinschaftsleistung anerkannt wurde.“
Aus Dorsten waren bei der Preisverleihung außerdem zugegen Monika Engfer (Geschäftsführerin der Verbandes der Ev. Kirchengemeinden in Dorsten) und Ute Maria Schlebusch (Migrationsreferat der Ev. Kirche am Brunnenplatz).

Der „Preis Soziale Stadt“ wurde seit dem Jahr 2000 zum neunten Mal ausgeschrieben und ist eine Gemeinschaftsinitiative von AWO Bundesverband, Deutscher Städtetag, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Deutscher Mieterbund und vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Er wird unterstützt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Quelle: Stadt Dorsten