Dorsten-Aktuell


21.07.2016
 

Immer mehr Einsätze - Kreisleitstelle mit neuer Technik

Die Technik ist wieder auf dem neuesten Stand, die Geräusche im Raum sind deutlich reduziert und eine neue Anordnung der Arbeitsplätze trägt ihren Teil dazu bei, dass die Notrufe in der Kreisleitstelle ab sofort in ruhigerer Atmosphäre bearbeitet werden können.

Nach 36 Monaten Bau- und Planungszeit sind heute die Disponenten-Plätze in die Räume der Kreisleitstelle zurück gezogen. Weitere Arbeiten in den Büros und den Räumen der Kreiseinsatzleitung werden folgen, ehe im Herbst die komplette Sanierung abgeschlossen sein wird.

Neue Funk- und Telefontechnik, die ebenso für Digitalfunk geeignet ist wie für IP-Telefonie und E-Calls, verbesserte akustische Bedingungen durch umfangreichen Schallschutz und eine neue Tischanordnung bieten den Disponenten künftig deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig hat sich die Kreisleitstelle damit aufgestellt für die Anforderungen der Zukunft.

Mehr Bildschirme sorgen dafür, dass bei größeren Einsätzen mit vielen Verletzten oder bei schweren Unwettern die Lage besser angezeigt werden kann und Informationen schneller verfügbar sind. Die neue Anordnung erleichtert auch die taktische Koordination von Einsatzlagen.

Während in der zweiten Etage die Räume der Leitstelle saniert wurden, liefen die Notrufe in der ersten Etage ein. Dort hatte die Feuerwehr der Stadt Recklinghausen für diese Zeit auf einen Teil ihrer Schulungsräume verzichtet.

„Wir sind der Stadt Recklinghausen und den Kollegen der Recklinghäuser Feuerwehr sehr dankbar, dass sie enger zusammen gerückt sind und unsere Leitstelle so lange in ihren Räumen beherbergt haben. Es war für ein Provisorium wirklich gut, aber ich freue mich für alle Beteiligten, dass der Umzug nun vollzogen ist“, sagte Landrat Cay Süberkrüb bei der Besichtigung der Leitstelle, „Besonders freue ich mich für die Kollegen, die nun an hochwertigen, modernen und gut ausgestatteten Arbeitsplätzen mit viel Schallschutz die Notrufe entgegen nehmen können. Ich habe großen Respekt vor dem, was dort täglich geleistet wird.“

Tatsächlich hat sich die Zahl der Anrufe in den letzten Jahren konstant erhöht. Im Jahr 2015 wurden von der Leitstelle 186.000 Einsätze eröffnet. Darunter waren unter anderem 7.400 Brand- und Hilfeleistungseinsätze 1.000 Sturmeinsätze, 84.000 mal wurden Rettungsdienst und Krankentransport angefordert. Mit diesen Zahlen liegen die Einsätze deutlich höher als beispielsweise noch 2006. In dem Jahr gab es 50.000 Alarmierungen für Krankentransport und Rettungsdienst und 5.600 Brand- und Hilfeleistungseinsätze.

Quelle: Kreis Recklinghausen


Die Kreisleitstelle nach der Sanierung: Landrat Cay Süberkrüb machte sich vor Ort ein Bild von der neuen Technik, Sven Wehrhagen, Leiter der Kreisleitstelle, und Disponent Dirk Krüger erklärten, was sich alles verändert hat und wie künftig die Notrufe entgegen genommen werden.