Dorsten-Aktuell/News


22.04.2017
 

25. Tiermarkt in Lembeck

„Tierisch was los“ ist im wahrsten Sinne des Wortes am Sonntag, dem 7. Mai 2017 von 11 – 18 Uhr in Lembeck. Das gesamte Dorf wird zur Fußgängerzone erklärt und mehr als 200 Stände sorgen für eine Menge Abwechslung. Längst hat der Markt überregionale Bedeutung erlangt. Im letzten Jahr besuchten mehr als 30.000 Gäste aus dem In- und Ausland den Markt.
Seit 1989, dem ersten Tiermarktjahr der Neuzeit, wollten mehr als 1 Millionen Besucher den Markt sehen.

Infostand und Marktpläne  

Die Lembecker Interesse-Gemeinschaft (LIG) stellt den Infostand am Dorfbrunnen in der Bahnhofstraße auf. Im Schatten der Kirche gegenüber dem Winterswijker Markt. Hier bekommen Besucher Informationen zum Markt und zu speziellen Ständen. Für den Notfall besteht eine Funkverbindung zu den Ordnungs- und Sanitätsdiensten. Ein neues Sicherheitskonzept wurde installiert. An fünf verschiedenen Punkten werden zur besseren Orientierung größere Marktpläne aufgestellt. Hier können sich die Besucher z. B. über Marktbereiche, Toiletten, an welcher Stelle der Infostand ist usw. informieren.

Neues Konzept hat sich bewährt

Vor vier Jahren war es notwendig, für den Markt ein neues Konzept zu erstellen, das sich auf Anhieb bewährt hat.  Nicht zuletzt aus Gründen des Tierschutzes wurde der Tiermarktbereich auf einer traditionsreichen Fläche (heute Schützenfest-Wiese) zusammengezogen. Nämlich auf den Platz, auf dem 1930 der letzte Tiermarkt stattfand

Der Marktbereich Tiere wurde besonders gut angenommen. Erstmalig musste hier Eintritt in Höhe von 2 Euro gezahlt werden (Kinder und Jugendliche frei). Verbunden mit einer Verlosung von Einkaufsgutscheinen. Diesen separaten geschlossenen Bereich wollten gleich mehrere tausend Besucher sehen.

Durch diese Maßnahme konnte erreicht werden, dass weitestgehend eine Deckung der gestiegenen Kosten für die Organisation wie Genehmigungen bei der Stadt Dorsten, Kreis-Veterinäramt, Feuerwehr, Sanitätsdienst, das Aufstellen von Verkehrsschildern usw. erzielt wurde.

Organisatoren

Peter Süthold ist für den Marktbereich ohne Tiere zuständig Er kommt aus Raesfeld, organisiert da schon seit Jahren den Kappesmarkt und hat auf seinem Bauernhof jährlich einen erfolgreichen Markt mit Ferkelrennen. Heinz Bröker, langjähriger Marktleiter und Erfinder des Raesfelder Kappesmarktes,  steht ihm weiterhin zur Seite. Michael Sprenger aus Lembeck ist seit vielen Jahren für den Marktbereich Tiere verantwortlich. Als junger Landwirt leitet er notfalls mit starker Hand erfolgreich diesen Marktbereich.

Ursprung

Der Tiermarkt in Lembeck geht auf eine Tradition aus dem Jahre 1818 zurück. Bis zur Jahrhundertwende 1900 durften nur Erzeugnisse des Bodens, der Land- und Forstwirtschaft, der Jagd und Fischerei verkauft werden. Dazu Kleintiere wie Kälber, Schafe, Ziegen, Schweine und Federvieh. Großvieh wurde nur auf  dem Markt in Dorsten verkauft. Um auf den Markt in Dorsten zu gelangen, mußte erst ein Brückengeld zur Überquerung der Lippe bezahlt werden. Nach dem 1. Weltkrieg wurde der Lembecker Markt auch auf Großvieh ausgeweitet. Im Jahre 1930 fand das letzte Tierschaufest (damaliger Name des Marktes) statt. Bis dahin wurden die Geschäfte noch per Handschlag und mittels hochprozentiger Stärkung besiegelt.

Im Jahre 1989 setzte die Lembecker LIG erstmalig diese Tradition fort. Zwei Jahre später, im Jahre 1991,  fand der zweite „Markt der Neuzeit“ statt. Dieser Markt war bereits Anziehungspunkt für 20.000 Besucher. 1997 wollten über 70.000 Leute den Markt sehen.

Längst hat der Markt überregionale Bedeutung erlangt. Besucher kommen aus dem gesamten Ruhrgebiet, aus dem Münsterland sowie aus ganz Deutschland. Sogar aus Holland, Belgien und weiteren Ländern werden wieder Besucher erwartet.

Ausgestellt und zum Kauf angeboten werden Fische, Kleintiere wie Hühner, Enten, Gänse, Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Wüstenrennmäuse etc. Aber auch Großtiere wie Kühe, Ponys, Pferde, Esel, Ziegen und Schafe werden gehandelt. Der Markt unterliegt besonders strengen veterinären Kontrollen und wird vor Beginn und während des Marktes durch Veterinäre des Kreisveterinäramtes Recklinghausen abgenommen. Aber auch Organisator Michael Sprenger, selbst Landwirt, wird mit laufenden strengen Kontrollen für Ordnung und die Einhaltung der Tierschutzbestimmungen sorgen.

Weitere Stände in diesem Bereich: Tiernahrung, Zoobedarfsartikel, handgefertigtes Hundezubehör, Hundemode u.v.m.

Attraktionen auf dem Traditionsgelände für Tiere

Auf der Attraktionsfläche (20 x 40 m) zeigt wie im vergangen Jahr der Lembecker Reiterverein mit Vorführungen sein Können.

Ab 14 Uhr ist Reitlehrer Dennis Rottmann auf seinem Friesen-Pferd mit Dressurvorführungen zu sehen. Danach können sich Besucherkinder unter fachkundiger Anleitung im Ponyreiten versuchen. Eine Reitbahn an anderer Stelle auf dem Gelände bietet ganztägig Ponyreiten für Kinder an.

Winterswijker Wochenmarkt als besonderer Leckerbissen

Der Winterswijker Wochenmarkt, ausgezeichnet als bester holländischer Markt, ist mit noch mehr Ständen auf dem Lembecker Tiermarkt. Eine kleine Auswahl: Blumen in all ihrer Vielfalt, Obst und Gemüse, holländische Käsespezialitäten, Oliven und Feinkost, holländische Wurstspezialitäten, original holländischer Lakritz, Nüsse und Trockenfrüchte, Fisch in all seiner Vielfalt, Heimtierbedarf und Textilien. Zu finden ist der Spezialmarkt in der Bahnhof- und Wulfener Straße.

Holländische Handwerker

Die LIG konnte holländische Handwerker, die alte Handwerkskunst zeigen, für den Markt in der Schloßgemeinde begeistern. Zu sehen sind: Kupferschmied, Bienenkorbflechter, Klöpplerin, Miniaturhufschmied, Korb- und Strohflechter.

Krammarkt und weitere Marktbereiche

Gewürzmischungen nach Rezepten der alten Römer, Ostfriesische und Ammerländer Wurst- und Schinkenspezialitäten,  Hobbykünstler, Holzdekorationen für den Garten, Schmuck aus altem Silberbesteck, Steintiere, Metallvögel, Sanduhren, Sandpendel, Namens- und Sprücheschilder, Ketten, Mobiles aus Holz, Patchwork, Stoffkunst, exklusive Handarbeiten wie Kissen, Beutel, Taschen, selbstgefertigte Seidenblumengestecke sowie Genussspezialitäten: Gewürze aus aller Welt, Pferdefleischspezialitäten, Zuckerbäckerin, mediterrane Feinkost und Fisch-Feinkost.
Auch ein Oldtimer-Bus ist im Angebot: Ein echter umgebauter roter Doppeldecker-Bus aus London wird von einem bekannten Reiseveranstalter in der Schulstraße gezeigt und kann besichtigt werden.

Attraktionen für Kinder auf der Schulstraße

Auch an die lieben Kleinen haben die Veranstalter gedacht. Kindereisenbahn, Kinderkarussell, Trampolin, Luftballonmodellierer, Kinderschminken usw.
NEU: Jetzt wieder Tiere in der Schulstraße. Ein Streichelzoo wird aufgebaut.

WESTFÄLISCH – DEFTIG – GUT

Für das leibliche Wohl der Besucher ist bestens gesorgt. Die örtliche Gastronomie bietet Westfälische Spezialitäten aber auch gehobene Gastronomie an. Auf dem Markt selbst gibt es Imbißstände aller Couleur. Backschinken, Reibekuchen, Champignons, Brätlinge (kleine Kartoffeln mit Kräuterquark), Schinkenkrustenbraten vom Holzkohle-Spießgrill, Erbsensuppe,  Spargeleintopf sowie italienische und spanische Spezialitäten. Deftiger Pfannkuchen und Wurstebrot werden ebenso wie Lembecker Bratwürste, kesselfrische Fleischwurst aus eigener Herstellung vom hiesigen Metzger und Pommes zur Stärkung der Besucher angeboten. Natürlich gehören auch Bier vom Fass, alkoholfreie Getränke, Eis sowie Kaffee und Kuchen zum Angebot.

Verkaufsoffener Sonntag

Die Geschäfte sind in der Zeit von 13 – 18 Uhr geöffnet.

Attraktionen im Gewerbegebiet

Auf dem Gelände des Autohauses Lehmbrock am Krusenhof gibt es eine ganze Reihe an Attraktionen: Zwei DJ’s sorgen für die Musik. Eine Auto- und E-Bike-Ausstellung,  eine Hüpfburg und diverse Highlights für die Kleinen schließen sich an. Eine Verlosung findet auch statt und die Oldtimer-Freunde stellen ihre liebevoll restaurierten Traktoren aus.

Wie kommt man nach Lembeck?

Lembeck – zentral gelegen – schnell erreichbar über die Autobahnen A 31 (Ostfriesenspieß) Abfahrt Lembeck oder Abfahrt Wesel/Schermbeck (B58) und über die A 43 (Wuppertal – Münster) Abfahrt Haltern-Lippramsdorf (B58). Ein Ordnungsdienst weist Sonderparkplätze an, die die örtlichen Landwirte und der Reiterverein an der Reithalle zu Verfügung stellen.