Dorsten-Aktuell/News


12.05.2017
 

„Restcentspende“ der Stadtverwaltung bringt 108 251 Cent

In diesem Jahr geht das Geld an den Hospiz-Freundeskreis Dorsten

Auch aus kleinen Beträgen werden stattliche Summen: Seit über 30 Jahren verzichten viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Monatsende auf die Beträge hinter dem Komma auf dem Gehaltszettel – für einen guten Zweck.
Im letzten Jahr summierte sich dieses viele Kleingeld auf 1082,51 Euro, die diesmal an den Hospiz-Freundeskreis Dorsten gehen. Personalratsvorsitzende Waltraud Hadick, Bürgermeister Tobias Stockhoff und Hauptamtsleiter Norbert Hörsken übergaben am Freitag den Scheck, den Lambert Lütkenhorst, Vorsitzender des Freundeskreises, hocherfreut entgegennahm.
Die Spende in diesem Jahr hilft, eine Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche zu finanzieren. Der Ambulante Hospizdienst Dorsten hat in Zusammenarbeit mit dem Soziokulturellen Zentrum Das LEO auf dem Zechengelände in Hervest eine Trauergruppe für Kinder und Jugendliche eingerichtet.
Frühe Verlusterfahrungen im Leben eines Kindes oder Jugendlichen sind besonders einschneidend und prägend. Grundsätzlich trauern Kinder und Jugendliche nicht anders als Erwachsene – sie drücken ihre Trauer aber anders aus. Trauernde Kinder und Jugendliche brauchen achtsame Aufmerksamkeit, Informationen, Zuwendung, Unterstützungen und verschiedene Möglichkeiten des Ausdrucks, um den Verlust in ihr Leben zu integrieren. Die Gruppe möchte ihnen in der Gemeinschaft mit Gleichalterigen dafür Raum geben und damit ihre An- und Zugehörigen bei dieser Wegbegleitung unterstützen. Die Kinder und Jugendlichen finden hier einen respektvollen und geschützten Raum für ihre individuellen Erfahrungen, Gefühle, Fragen und Sprachlosigkeiten. Gemeinsam können sie auf unterschiedliche Art und Weise dem Schmerz und dem Leben auf die Spur kommen. Zudem werden in diesem Projekt auch Einzelgespräche angeboten.

Diese Gruppe muss durch Spenden finanziert werden. Die Kosten betragen in 2017 etwa 12 000 Euro, ab 2018 jährlich 8100 Euro.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann eine Spende einzahlen auf das Konto des Palliativ-Netzwerks Dorsten, Stichwort „Trauerbegleitung Jugendgruppe“

Volksbank Dorsten eG – IBAN DE55 4266 2320 0165 555 100

Der Personalrat der Stadtverwaltung organisiert die Restcentspende seit 1985. Bis zum Jahr 2000 kamen fast 23 000 D-Mark zusammen, seitdem in neuer Währung weitere über 15 000 Euro. Wer jeweils das Geld bekommt, entscheidet die Personalversammlung der Stadtverwaltung Dorsten..


Auf dem Bild (v.l.): Bürgermeister Tobias Stockhoff, Personalratsvorsitzende Waltraud Hadick, Lambert Lütkenhorst als Vorsitzender des Hospiz-Freundeskreises und Hauptamtsleiter Norbert Hörsken freuen sich, dass aus Centbeträgen stattliche 1082,51 Euro geworden sind, um eine Trauergruppe für Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Foto: Stadt Dorsten