Dorsten-Aktuell


20.06.2017
 

Kultgaststätte „Fliegerklause“ unter neuer Leitung

„Flieger, grüß mir die Klause“

Als vor 85 Jahren Hans Albers zum ersten Mal sein „Flieger, grüß mir die Sonne...“ schmetterte, bestand der „Luftsportverein Dorsten e.V.“ bereits seit einem Jahr. Seitdem hat das Flugplatz-Restaurant auf dem Segelfluggelände in Dorsten etliche Pächter kommen und gehen sehen.

Nachdem die Räumlichkeiten nahezu eineinhalb Jahre nicht genutzt wurden, steht die „Fliegerklause“ seit März wieder unter neuer Leitung.
Ronny und Sylvia Scherrinsky haben das Restaurant gepachtet.

„meinDorsten.de“ wollte wissen was das Ehepaar für Pläne hat und wie sie sich auf den 08. und 09. Juli vorbereiten, denn da finden – wie alle zwei Jahre – die schon legendären Flugtage statt.

meinDorsten.de:
Seit wann ist die Fliegerklause wieder geöffnet?

Ronny Scherrinsky:
Seit dem dritten Dritten.

meinDorsten.de:
Stammen Sie ursprünglich aus Dorsten?

Ronny Scherrinsky:
Nein, wir sind gebürtig aus der Nachbarstadt Marl.

meinDorsten.de:
Wie kamen Sie dann an den Kanal?

Ronny Scherrinsky:
Nun, die Affinität zum Flugplatz ist gegeben, weil wir die Gaststätte in Marl am Flugplatz zwölf Jahre betrieben haben.

meinDorsten.de:
Sind Sie gelernte Gastronomen?

Sylvia Scherrinsky:
Nein, sind wir nicht.

meinDorsten.de:
Wie wurden Sie auf das Flugplatzrestaurant aufmerksam?

Sylvia Scherrinsky:
Wir haben über unseren Neffen, der den Vorsitzenden hier kennt, erfahren, dass man hier händeringend jemanden sucht. Dann haben wir uns das hier angesehen: klein, fein...ja, es war Liebe auf den ersten Blick (lacht)

meinDorsten.de:
Haben Sie privat denn irgendein Verhältnis zur Fliegerei?

Sylvia Scherrinsky:
Ja, mein Mann ist ehemaliger Fallschirmspringer.

Ronny Scherrinsky:
Stimmt, ich bin 25 Jahre aus Flugzeugen gesprungen.

meinDorsten.de:
Beruflich, privat oder beim Militär?

Ronny Scherrinsky:
Bei der Bundeswehr war ich Flugzeugmechaniker, bin aber aus rein sportlichen Aspekten heraus gesprungen. Die letzten Jahre auch überwiegend im Team und habe auch an Meisterschaften teilgenommen.

meinDorsten.de:
Und was war Ihr Part im Team?

Ronny Scherrinsky:
Ich war Kameramann für eine Viererformation.

meinDorsten.de:
Und jetzt wollen Sie quasi die „kulinarische Lücke“ hier schließen?

Sylvia Scherrinsky:
Ja, ich denke aber auch, wenn jetzt hier kein Flugplatz gewesen wäre, hätte mein Mann das nicht gemacht.

meinDorsten.de:
Was war denn Ihre Motivation für diese Entscheidung?

Ronny Scherrinsky:
Wir freuten uns darauf, dieses Etablissement aus dem Dornröschenschlaf zu befreien.

Ronny und Sylvia Scherrinsky sind optimistisch, dass es mit dem beliebten Ausflugslokal nun wieder beständig aufwärts geht. Gäste, ganz gleich ob Radfahrer oder Fußgänger, ob mit oder ohne Hund, Hobby- und Berufspiloten alle sind bei Ronny und Sylvia gleichermaßen herzlich Willkommen.