Dorsten-Aktuell


12.07.2017
 

Tattoos: Kunst, Kultur und Trend

Die Ägypter und die Kelten, die Iren und die Indianer, die Thraker und die Pikten, die Maori und die Wikinger: sie und viele andere Völker tätowierten sich lange bevor sich der Tattoo Trend in unserem Jahrhundert durchsetzte. In bestimmten Naturvölkern und Stämmen waren (und sind) Tattoos an der Tagesordnung und für die Bevölkerung fester Bestandteil ihres Lebens. So werden sie meist in verschiedenen Ritualen gestochen oder sind Kennzeichnungen für das Erwachsenwerden oder einer ehelichen Verbindung.

„meinDorsten.de“ sprach mit dem Dorstener Künstler Pascal Kurz von „Lucky Tattoo“ über den Reiz sich tätowieren zu lassen und überholte Klischees.

„meinDorsten.de“:
Pascal, wann hast Du mit dem Tätowieren begonnen?

Pascal Kurz:
Ja, das ist eine längere Geschichte: Ursprünglich hatte ich damals die Ausbildung gemacht zum Sport- und Fitnesskaufmann. Mein Hobby, meine Leidenschaft - und auch als Ausgleich zum Beruf – wurde dann irgendwann das tätowieren und zeichnen. Über Freunde, die in dieser Branche tätig sind, lernte ich dieses künstlerische Handwerk quasi neben meinem Beruf. Da hatte ich auch noch überhaupt keinen Gedanken daran, das einmal beruflich auszuüben, es war mehr die Kunst, die mich faszinierte. 2013 habe ich dann alles auf eine Karte gesetzt und hier in Dorsten mein eigenes Studio eröffnet.

„meinDorsten.de“:
Und wie alt warst Du, als Du Dein erstes eigenes Tattoo bekamst?

Pascal Kurz:
Wenn man die Generation heute so sieht, bin ich verhältnismäßig spät gestartet. Ich war schon so Anfang zwanzig.

„meinDorsten.de“:
Was war das für ein Motiv?

Pascal Kurz:
Das ist der Schriftzug, den ich auf der Brust trage: „Erfolg ist keine Gabe, sondern harte Arbeit“. Das war und ist meine Lebensphilosophie, von Nichts kommt eben nichts.

„meinDorsten.de“:
Früher waren Tattoos Erkennungszeichen verschiedenster Kulturen – heute sieht man sie überall. Sind sie mittlerweile gesellschaftlich komplett salonfähig?

Pascal Kurz:
Zu der Salonfähigkeit ist soviel zu sagen: Wir tätowieren mittlerweile Manager von großen Unternehmen, die teilweise auf Ebenen arbeiten, wo es „eigentlich“ nicht so gern gesehen ist. Das ist ein Zeichen für mich, das wir auch in dieses Gesellschaftsschicht vorgedrungen sind.

„meinDorsten.de“:
Also erfüllt dich Dein Beruf?

Pascal Kurz:
Ja, wenn ich morgens aufstehe, sage ich oft zu mir selbst: „Danke. Danke, dass ich das machen kann, das ich mein Hobby zum Beruf machen konnte und das damit mein Traum in Erfüllung gegangen ist“.

Egal ob Geschäftsmann, Landwirt oder Hausfrau: Tattoos sind mittlerweile ein Teil des alltäglichen Lebens geworden und kommen in allen Bevölkerungsschichten vor.

Die Bilder auf der Haut sind Schmuck für die einen und Tabu für die anderen.
Die meisten sind entweder dafür oder dagegen. Aber egal ob man sie liebt oder ablehnt, ihren Platz in der Gesellschaft haben sie gefunden.

 


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