Dorsten-Aktuell


14.07.2017
 

Besondere Sachkunde und fachliche Expertise: Der Kfz - Sachverständige

Dass es auf Deutschlands Straßen kracht, ist kein Geheimnis. Allein letztes Jahr 245.142 mal! Wer also im Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, riskiert, dass er in einen Unfall verwickelt wird.
Je komplexer die Technik, vor allem die Elektronik, umso anspruchsvoller wird die Schadensprüfung und die Suche nach den Unfallursachen. Gut, wer da auf einen Sachverständigen seines Vertrauens zurück greifen kann.

Holger Ehm ist Experte. Als zertifizierter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden- und bewertungen, trägt er eine große Verantwortung. Von seinem objektiven Urteil hängt viel ab und trägt im Zuge dessen wesentlich dazu bei, seinen Kunden zu ihrem Recht zu verhelfen.
„meinDorsten.de“ sprach mit dem Kraftfahrzeugtechnikermeister über unparteiische Beweissicherung, sein verantwortungsbewusstes Aufgabenspektrum und über die Leidenschaft für Fahrzeuge aller Art.

meinDorsten.de:
Herr Ehm, wie kam es, dass Sie sich nach Abschluss zum Kraftfahrzeugtechnikermeister zum zertifizierten Sachverständigen wurden? War es die Liebe zum Automobil?

Holger Ehm:
Nach meiner Ausbildung wechselte ich zu einem führenden Versicherungsunternehmen. Ich begann dort als Kfz-Sachverständiger im Schadeninnendienst und wechselte nach einem Jahr in den Schadenaußendienst. Nach acht Jahren Außendiensttätigkeit, bot sich mir die Möglichkeit, mich durch IfS Zert für das Fachgebiet „Kfz-Schäden und -bewertungen zertifizieren zu lassen. Wenn Sie mich nach meiner Triebfeder fragen, nun das ist natürlich die Leidenschaft zum Automobil.

meinDorsten.de:
Kunden orientieren sich gerne an Gütesiegeln, wie „ADAC-Testsieger“ oder dem „BvfK-Siegel“, des Bundesverbandes der freien Kfz-Händler. Kann der Kunde sich darauf verlassen, ersetzt es das Siegel eines Gutachtens?

Holger Ehm:
Gerade in Bezug auf die Qualifizierung im Sachverständigensegment gibt es ein riesiges Problem. Die Bezeichnung „Sachverständiger“ ist kein geschütztes Berufsbild.
Für nahezu jedes klassische Gewerk müssen Sie als Mindestanforderung den Meistertitel führen, um dem Markt Ihre Dienstleistung als selbstständiger Unternehmer zur Verfügung stellen zu dürfen. Die Versicherungswirtschaft wehrt sich seit Jahren gegen unseriöse Dienstleister. Insofern darf und sollte der Hilfesuchende dem „IfS-Zert“ - Siegel vertrauen, da neben der besonderen Fachkunde auch die persönliche Integrität des Sachverständigen überprüft wird.

meinDorsten.de:
Wie bekommt man das Etikett "privatrechtlich zertifizierter Sachverständiger"?

Holger Ehm:
Dazu zählen folgende, wichtige Kriterien:
• mindestens drei Jahre nachgewiesene Kfz-technische Berufserfahrung
• mindestens zwei absolvierte Jahre als Kfz-Sachverständiger
• ein polizeiliches Führungszeugnis
• und einen Führerschein.
Und dann muss natürlich noch die Prüfung erfolgreich absolviert werden.

meinDorsten.de:
In Ihrem Beruf haben Sie viel mit Unfällen zu tun, hat das Einfluss auf Ihr Fahrverhalten genommen?

Holger Ehm:
Ganz ehrlich: Es gibt Momente in diesem Beruf, die einem Gänsehaut bereiten.
Wenn Sie vor einem Haufen Stahl und Blech stehen und den Hersteller des verunfallten Fahrzeuges nur noch anhand des Herstelleremblems identifizieren können, solche Momente hinterlassen Spuren.

meinDorsten.de:
Gedankenexperiment: Sie werden zum Verkehrsminister gewählt. Was würden Sie ändern und was müsste so bleiben, wie es ist?

Holger Ehm:
Das ist ein heikles Thema. Nun ja es wäre vielleicht einmal ein Anfang, wenn die Gelder der eingenommen Kfz-Steuer auch nur für den Straßenbau und deren Erhalt verwandt würden - so wie es eigentlich vorgesehen ist. Positiver Synergieeffekt: weniger Achsschäden durch massive Schlaglöcher, und weniger Unfallverletzte, gerade wenn man an die motorisierten Zweiräder denkt.


In Deutschland ist die Zahl der öffentlich bestellten Sachverständigen begrenzt. Die Industrie- und Handelskammer stellt regelmäßig den Bedarf fest und lässt eine passende Zahl von Bewerbern zu. Viele Kfz-Sachverständige sind Ingenieure für Fahrzeugbau, Maschinenbau oder Elektrotechnik, oft haben sie eine Lehre oder den Meistertitel gemacht.
Technische Erfahrung ist hierbei unverzichtbar. Es reicht nicht, Autos zu lieben, man muss verstehen, wie ihre Teile funktionieren, am besten weil man sie selbst mal konstruiert oder repariert hat. So wie Holger Ehm.
Für seine Kunden steht er in folgenden Regionen zur Verfügung: Borken, Coesfeld, Dülmen, Dorsten, Haltern am See, Marl, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herten, Herne, Bochum, Dortmund und Essen.

Kontaktinformationen:
0209 / 604 57 63 (Telefon)
0175 / 604 57 62 (Mobil)
0209 / 604 57 64 (Fax)
sv-buero.ehm@t-online.de
 


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