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"Youth in Action" in Nordirland:
Dorstener Delegation besucht Jugendparlament in Newtownabbey
 

Dorstener Delegation besucht Jugendparlament in Newtownabbey

Anregungen und neue Ideen für die demokratische Jugendarbeit vor Ort hat die sechsköpfige Delegation aus Dorsten vom Besuch des Jugendparlamentes in der nordirischen Partnerstadt mitgebracht. "Natürlich können wir die Strukturen und Erfahrungen aus Newtownabbey nicht einfach auf Dorsten übertragen," sagt Anke Bückemeier vom Bürgermeisterbüro, die derzeit in Zusammenarbeit mit Sven Werk vom Jugendamt die Projektgruppe "Jugend in Aktion" betreut. "Wir sind im Moment in einer ersten praxisorientierten Informationsphase. Als nächstes werden wir uns das Jugendparlament in Rybnik anschauen. Die eigentliche Aufbauarbeit für Dorsten kommt dann später."

Die Dorstener Delegation – bestehend aus Mitgliedern der im Rat der Stadt Dorsten vertretenen Parteien – hatte sich bereits im Vorfeld über die Möglichkeiten der aktiven Beteiligung junger Menschen an lokaler Politik in unseren europäischen Nachbarstaaten informiert. Die Reise zum Jugendparlament in Newtownabbey machte einmal mehr auch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in Europa deutlich: Dem Jugendparlament der nordirischen 62.000 Einwohnerstadt steht ein Etat von rund 90.000 Pfund zur Verfügung, der zwei Jahre lang die Kosten für Personal, Betrieb, Entwicklung und Werbung für das Projekt deckt. Rund 1800 junge Menschen zwischen 11 und 18 Jahren hatten sich nach einer Informationsphase, die in Schulen und Jugendheimen u.Ä. über mehrere Wochen für die Sache warb, in Wählerlisten eintragen lassen und dann die 25 Abgeordneten des Jugendparlamentes gewählt. Dieses Parlament ist eine "Schattenausgabe" des Rates der Stadt. Die jungen Abgeordneten arbeiten in allen Fragen, die als jugendrelevant gelten, mit den gewählten Volksvertretern im Rat der Stadt Newtownabbey eng zusammen.

Die Einbindung junger Menschen in die demokratischen Strukturen der Städte, Regionen und Länder innerhalb der Europäischen Union ist Ziel des Projektes "Youth in Action". Das Projekt wird von der EU gefördert. Dorsten hat bereits Mittel beantragt, das hiesige Projekt steht im Zeichen enger Zusammenarbeit mit den Partnerstädten Newtownabbey (Nordirland) und Rybnik (Polen). Überall in Europa ist eine zunehmende Entpolitisierung Jugendlicher zu erkennen, die sich negativ auf die demokratischen Basisstrukturen in Städten und Regionen auswirkt und zu einer Überalterung von Politikern auf der einen und in den zunehmend politikfernen jungen Kreisen zu Nachwuchssorgen führt. Im Austausch sollen sich junge Menschen begegnen, austauschen und ihre Erfahrungen in das gesellschaftlich-politische Leben ihrer Heimatstädte tragen.