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Das Ende eines Wahrzeichens
 

Dorsten hat ein Wahrzeichen verloren. Am Freitag, 11.04., ist der Förderturm von Schacht 1 auf Fürst Leopold kontrolliert zu Fall gebracht worden. Das Fördergerüst sollte eigentlich erst in den Morgenstunden des Samstag fallen.

Enttäuschte Gesichter am Samstag bei den Schaulustigen rund ums Zechengelände. Auf dem Parkplatz an der Lehrwerkstatt kommen immer wieder Leute an, die das Einknicken des Kolosses miterleben wollen. "Da hängt Herzblut an dem Turm und nun ist er verschwunden", sagt mit Heinrich Günther (72) ein ehemaliger Kumpel. Ein wenig sauer sind auch die anderen Besucher, viele von ihnen haben auf der Zeche gearbeitet - und daher eine enge Beziehung zum Bergwerk. Sie sind sich einig: Dorsten hat ein Wahrzeichen verloren.

"Mein Vater hat hier seine Knochen gelassen, er ist 1951 tödlich auf der Zeche verunglückt", erzählt Günther, "ich habe hier 35 Jahre gearbeitet, 1991 war meine letzte Schicht."

Der Turm war am Freitag in den Abendstunden durch Brennarbeiten instabil geworden, zudem prognostizierte der Wetterbericht Windboen. Kurz entschlossen wurde ein kontrollierter Sturz eingeleitet. Zwei Bagger zogen mit Stahltrossen das 500-Tonnen-Gerüst auf die Seite. Nach Aussagen der DSK hätte der Wind die Konstruktion sonst auf Gebäude drücken können.

Erschrockene Anwohner in Hervest hörten gegen 21.30 Uhr ein schreckliches Getöse. Bei der Feuerwehr und Polizei gingen Anrufe von besorgten Anwohnern ein.
Die Aktion war so kurzfristig, dass nicht einmal die Behörden informiert werden konnten.


Quelle: Medienhaus Bauer