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Lippetorcenter findet keinen Käufer



 

Ob es am Preis lag oder an der Wirtschaftslage, dazu mochte sich die Landesbank Baden-Württemberg nicht äußern. Sie braucht noch Tage, bis sie bewerten kann, was am Freitagmittag im Amtsgericht Dorsten passiert ist: Nichts. Auf dem Versteigerungstermin für das Lippetorcenter war kein einziges Gebot abgegeben worden.

Vor zwei Dutzend Zuhörern rasselte Rechtspflegerin Heitmann die Eckpunkte runter: Das Geschäftszentrum am Ende der Lippestraße hat 9340 qm und steht auf einem 6255 qm großen Grundstück. Verkehrswert laut Gutachten: 4,5 Mio Euro.

Vielleicht doch zu viel (wenn da noch Abbruchkosten draufkommen), um anschließend ein neues Einkaufszentrum darauf zu bauen. Dabei hatte jahrelang die Stadt auf den Versteigerungstermin gedrängt, inzwischen ist das 1981 erstellte Gebäude bis auf wenige Ecken leer. 187.000 Euro Einnahmen kommen noch rein, einige zahlen nur noch die Nebenkosten. 231.000 Euro würden allein die Bewirtschaftungskosten betragen.

Lange Zeit drängten sich zwei Interessenten, einer kaufte schon das Nebengrundstück. Doch die Stadt mochte das Super-Konzept nicht, weil es überdimensioniert erschien. Stattdessen wurden vor einem Jahr von der Politik die nunmehr bescheideneren Pläne des Essener Investors favorisiert.

Am Freitag ging es um 7/10 des Verkehrswertes (3,1 Mio), doch 30 Minuten lang blieb es still im Verhandlungssaal. Dann wurde das Verfahren erst einmal eingestellt. Ob es weitergeht, muss die Landesbank innerhalb der nächsten sechs Monate entscheiden. Dann setzt das Gericht einen neuen Termin fest – je nach Kalender und nach Aktenlage.

Für das Neue Lippetorcenter bedeutet das eine weitere Verzögerung. Ob angesichts der schwachen Wirtschaftslage und des riesigen Arcaden-Projektes in Recklinghausen überhaupt ein Investor bereit ist, das wirtschaftliche Risiko zu übernehmen, ist fraglich.

Die Landesbank Sachsen, inzwischen in der Landesbank Baden-Württemberg aufgegangen, hatte sich mit dem alten Lippetorcenter bereits verspekuliert und den Komplex als Sicherheit für mehr als 26 Millionen Mark genommen.


Quelle: marl-aktuell.de