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Bahnhof soll wieder auf Alt getrimmt werden
 

Im Erdgeschoss soll eine Gastronomie entstehen, in den oberen Etagen Büroräume. "Ich könnte mir sogar vorstellen, mit meinem Büro ins Dachgeschoss einzuziehen", so Thomas Fründt. 170 Quadratmeter stehen dort zur Verfügung.

Der Dorstener ist der Investor, dem der Dorstener Rat im April ein dreimonatiges Vorkaufsrecht eingeräumt hatte (wir berichteten). Die Frist mit ihm soll nun verlängert werden. Denn die Gespräche mit den Gastronomie-Betreibern ziehen sich noch ein wenig hin. "Die Pächter wollen 500 Quadratmeter Außengastronomie haben, dazu brauchen sie aber Flächen, die der Bahn gehören", erklärt Thomas Fründt, der in dieser Woche Gespräche mit Bahn-Verantwortlichen geführt hat. Denn noch gehört nur ein ein Meter breiter Streifen entlang des Bahnhofsgebäudes zum Kaufgrundstück.

Die Außenterrasse soll auf dem westlichen Bahnsteig, also zur Stadt hin, eingerichtet werden. Dort kommt auch der Eingang zur Gastronomie hin, mit einem Glasanbau als Windschutz. Die ehemaligen Räumlichkeiten des Billard-Clubs im südlichen Flügel sollen mit einem Glasdach versehen werden. "Dann können sie sommers wie winters genutzt werden." Das erfordert natürlich noch die Abstimmung mit dem Denkmalschutz, die Formsprache des Gebäudes soll ja nicht angetastet werden.

Die Gastronomie soll "Dorstens gute Stube" werden, wie Thomas Fründt ankündigt. 500 Quadratmeter groß, jeden Tag geöffnet, die ehemalige Empfangshalle soll Platz bieten für Veranstaltungen wie Hochzeiten und andere Feste. "Die Betreiber sind absolute Profis und wollen sich mit eigenen Investitionen einbringen", kündigt der Dorstener an. "Die meinen es also ernst mit dem Standort Dorsten." Und lassen sich auch nicht von der Insellage des Bahnhofs abschrecken: "Eine Gleisverlegung war nie ein Thema."

In vier Schritten will Projektentwickler Thomas Fründt den Bahnhofs-Umbau umsetzen. Zunächst werden Dach, Fenster, Außenanlagen saniert, und natürlich die Fassade. Der gelbe Anstrich wird entfernt, denn die Außenhülle soll in den historischen Originalzustand versetzt werden: „Dunkler Feldbrandklinker“, sagt Thomas Fründt. Danach wird der Gastronomie-Bereich umgestaltet, dann, sobald es vermietet ist, das 1. Obergeschoss, abschließend kommt das Dachgeschoss an die Reihe.

Was das Aussehen des Bahnhofs-Umfelds angeht, möchte Thomas Fründt die Bahn und die Stadtverwaltung in die Pflicht nehmen: „Es kann nicht sein, dass der Investor die Unterhaltung und die Pflegekosten rund um den Bahnhof übernimmt. Das Grundstück muss einen ordentlichen Eindruck machen, damit potenzielle Gäste nicht abgeschreckt werden.“ Die Gespräche mit der Stadtverwaltung und WinDor seien inzwischen weit gediehen.

Über das geplante Investitionsvolumen hüllt sich der Architekt und Betriebswirt in Schweigen, zum möglichen Kaufpreis sagt er nur so viel: „Die Stadt bekommt das, was sie für den Bahnhof auch ausgegeben hat“, so der 45-Jährige, der als Projektentwickler neben vielen anderen Objekten in ganz Deutschland auch für das neue Courtyard-Marriott-Hotel neben der Schalke-Arena, die NEC-Europazentrale in Düsseldorf und den Büropark Nordbahnhof in Berlin verantwortlich gewesen ist.

Thomas Fründt, der seit zwölf Jahren in der Lippestadt lebt und als „Gelsenkirchener Jung“ am Dorstener Berufskolleg sein Fachabitur gebaut hat, ist begeistert von dem Dorstener Bahnhof. „Der hat eine hervorragende Anbindung ans ICE-Netz in Essen und außerdem ist das ein tolles Gebäude“, schwärmt er. „So etwas kann ein Architekt doch heutzutage gar nicht mehr realisieren.“

Quelle: Dorstener Zeitung