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Jüdisches Museum präsentiert Bilder von Linda McCartney
 

Ihre Fotos zeugen von Nähe, sind aber niemals voyeuristisch. Linda McCartney hat die Rock-Stars der Sechziger Jahre fotografiert und damit eine Ära dokumentiert. Gut 70 ihrer eindrucksvollen Werke werden ab dem 30. August im Jüdischen Museum präsentiert.

"Linda McCartney hat die Zeit bis 1969 eingefangen, bevor die Rockmusik zum harten Kommerz wurde", sagt Thomas Ridder, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums über die Ausstellung "The Sixties", die trotz ihrer Thematik in den Veranstaltungsreigen des Hauses passt. "Die Ex-Frau von Paul McCartney stammte aus einer gutbürgerlichen jüdischen Familie names Eastman", erzählt Thomas Ridder. Einer Familie, in der Künstler ein- und ausgingen, da Lindas Vater, ein bekannter Anwalt, die Rechte von vielen Musikern und Malern vertrat.

Viele Musikfans kennen Linda McCartney als Mitglied der Gruppe "Wings", die Paul McCartney nach dem Split der Beatles gegründet hat. Auch ihre Tätigkeiten als Botschafterin für gemeinnützige Organisationen wie Greenpeace oder War Child brachte sie oft ins Rampenlicht. Dass Linda McCartney eine preisgekrönte Fotografin war, ist dabei in der Öffentlichkeit etwas untergegangen. Dabei sind ihre Werke weltweit ausgestellt worden, 1987 wurde sie sogar zur "Fotografin des Jahres" in den USA gewählt.

"Noch vor ihrem Tod im Jahre 1998 sind die meisten Bilder der Ausstellung von ihr selbst abgezogen und signiert worden", betont Thomas Ridder. Linda McCartney, die 1967 ihren späteren Ehemann Paul kennen gelernt hatte, hat als Fotografin, Musikfan, Insiderin einen ganz eigenen Blick auf die späten 60er Jahre geworfen, zeigt eine Zeit, bevor Drogen, Alkohol und Rivalität Freundschaften und Menschen zerstörten.

Die Fotos sind das unverwechselbare Zeugnis einer wichtigen kulturellen Periode, von Künstlern, die oftmals noch nichts von ihrer späteren Berühmtheit ahnen konnten. Nie mehr sind Stars wie Jimi Hendrix, Jim Morrisson, die Rolling Stones, The Doors oder Janis Joplin mit einer solchen Unbekümmertheit aufgenommen worden. "Es war wie Hollywood damals", sagt Linda McCartney, "aber zu der Zeit, als Hollywood noch unschuldig war."

Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten, Julius-Ambrunn-Str.1,
30.08. - 29.11., Di-Fr 10-12.30/15-18 Uhr, Sa/So 14-17 Uhr.


John Lennon Foto von 1968