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Björn Freitag und Simon Klein
Marktköche tischten auf

Statt Kartoffelpuffer gab es am Samstag am Rande des Wochenmarktes Spitzenküche. Björn Freitag (Bild) und Simon Klein tischten für die Gäste Erlesenes auf.
Dem Publikum wurde eine Alternative geboten und zwar eine der gediegenen Art. Nach Jahren der Abstinenz öffentlicher Kochauftritte in seiner Heimatstadt, gab sich Björn Freitag die Ehre, dort wo er als Kind gespielt hat, eine Visitenkarte seiner Kunst abzugeben.

Im Schatten der Agatha-Kirche schickte sich der noch nicht ganz so berühmte Simon Klein an, mit Außergewöhnlichem seine Gäste auf gutes, schmackhaftes und gleichsam gesundes Essen hinzuweisen. Beide, Freitag und Klein, taten das unaufdringlich. Quasi ein dezentes Angebot, einmal an den Kochtöpfen der Reichen und Schönen zu naschen und das unter dem Motto, dass Gutes nicht immer den Geldbeutel plündern muss.

Björn Freitag, einst als „junger Wilder” einer der jüngsten Ritter im erlesenen Orden der Michelin-Sterneköche, bot mit wenig Getöse kreative Küche der Extraklasse. Sein Kartoffel-Lauch-Schaum oder der Wildlachs auf Räuchererbsen-Püree mit westfälischen Mettenden bewiesen, dass bodenständige Zutaten das Zeug zu großem Genusserlebnis haben. Abgerundet wurde das Ganze durch Hähnchen-Curry-Spießchen, einem Ziegenkäsetörtchen mit Zwetschgensenf und einer Erdbeere mit Mascarpone-Praliné. Highlight auf der gediegen dargereichten Köstlichkeitsparade: das Ferkelbäckchen.

Freitag und sein Team erlebten einen echten Ansturm auf diese Köstlichkeiten. „Ma watt anderet”, meinte ein älterer Herr, der immer mal von dem „watt die im Fernseh kochen” probieren wollte. Nicht minder gediegen, was Simon Klein mit seiner Brigade aus der in Gründung befindlichen Umami-Kochschule im Angebot hatte. Umami, das ist der fünfte Geschmackssinn, der uns signalisiert, was wohl unser Lieblingsgericht sein könnte.

Klein hatte vier Kleinigkeiten im Angebot, die Umami sicher vor die Qual der Wahl gestellt haben: Tomaten-Margarita, das Bratbrot mit Rinderrücken und einer Zwiebelmarmelade, die einem Apfel-Kartoffelpüree begegnet.

Highlight in Kleins Angebot war der „Umami Special”: kross gebratener Schweinebauch und Jakobsmuschel auf Rahmkrautsalat mit Honig-Sojajus und Pfefferchips. Die versunkenen Kirschen und Buttermilchreis im Weckglas gebacken rundete das Angebot ab, von dem sich zahlreiche Dorstener verführen ließen.

Warum auch nicht? Für kleines Geld gab es einen Ausflug in die Gourmetküche. Dorstens Spitzenköche haben in ihrer Heimatstadt ein Zeichen für ihre Zunft gesetzt. „Wir bieten Qualität. Nichts ist aus der Dose oder dem Eimer, sondern Frische ist das Geheimnis von Qualität. Der Rest ist Kreativität des Kochs. Überfrachten ist nicht mein Ding“, erklärt Björn Freitag seine Philosophie am Herd.

Simon Klein sieht die Sache ähnlich. Er hat im „Alten Garten” in Reken gelernt. „Da geht es gut-bürgerlich im besten Sinne zu. Ich will in meiner Kochschule zu diesen Tugenden die Kreativität vermitteln”, meint Simon Klein, der nach Stationen in der Schweiz und im Süden der Republik jetzt in Dorsten heimisch ist. Klein kann optimistisch sein: Auf dem Marktplatz waren die Botschafter des guten Geschmack jedenfalls höchst willkommen.

Quelle: www.DerWestem.de