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Fliegende Kisten zum Anfassen und Fotografieren

Er hat den Charme eines kleinen Flugplatzes, der in etwa so aussieht, wie Flugplätze in den frühen Tagen der Fliegerei aussahen: Ein Hangar, eine Luftaufsichtsbaracke und eine Start- und Landebahn, die mit Gras bewachsen ist. Beton sucht man vergeblich, alles sehr gepflegt und die modernen Funkeinrichtungen sieht der Laie nicht. Dieser kleine Flugplatz wird am 12. und 13. September zu einer Bühne für Luftfahrtzeuge aus einer längst vergangenen Epoche: Dorstens Flugtage finden hier wieder statt.

Die Flug-Riesen, mit eindrucksvollen Sternmotoren ausgerüstet, werden auf der Dorstener Graspiste landen und an beiden Tagen zeigen, dass sie noch nicht ins Museum gehören. Dort stehen wohl die meisten Flugzeuge vom Typ Havard T 6. Vier von den noch fliegenden sind in Dorsten zu Gast und bislang haben rund 60 Oldies der Lüfte zugesagt, den kleinen Platz am Wesel-Datteln-Kanal anzufliegen.

„Dorsten ist eine Airshow zum Anfassen. Das ist familiär und hat etwas von dem, was alle Flieger auf der Welt verbindet: Kameradschaft“, sagt der Luxemburger Camille Montaigu. Der Enthusiast wird in Dorsten mit einer Cessna L-19 auftauchen. Die „Bird-Dog“, so ihre militärische Bezeichnung, war in ihrem „Soldatenleben“ so etwas wie ein Aufspürflugzeug. In Vietnam hat es verwundete Piloten gesucht. Montaigu kann mit seinem „Bird-Dog“ auf kürzester Strecke starten und landen. Seine Maschine ist so selten wie ein UFO und die Fans können sie aus unmittelbarer Nähe fotografieren.

„Das ist etwas ganz Besonderes in Dorsten: Der Zuschauer ist bei uns mitten im Geschehen“, erklärt Vereinschef Jürgen Salamon. Gleichwohl ist größte Sicherheit gewahrt, denn die Vorführungen der Maschinen finden auf dem Brachgelände des ehemaligen Zechenhafens der stillgelegten Schachtanlage Fürst Leopold statt. Weit genug, um die Sicherheitsabstände, die der Regierungspräsident fordert, zu erfüllen und nah genug, um mit gewöhnlichem Fotogerät tolle Schnappschüsse zu machen.

„Wenn bei uns ein Flugzeug landet, das aus den 1930er Jahren stammt, dann kann man das sogar riechen. Die Motoren waren seinerzeit mit Öl befüllt, das durch Rizinusöl verbessert wurde“, erläutert Salamon. Der Chef der Dorstener Segelflieger ist seit seinem 14. Lebensjahr Flieger und sitzt am Steuerknüppel einer gelben T6, die einmal das erste Flugzeug der Bundesluftwaffe war.

Noch etwas ist in Dorsten anders als bei gewöhnlichen Flugtagen: Auch Oldtimer der Straße sind zu Gast. „Irgendwann in den 1980er Jahren haben wir beobachtet, dass etliche Zuschauer mit einem historischen Auto oder Motorrad angereist sind. Da war die Idee schnell geboren, auch diese Fahrzeuge den Zuschauern zu präsentieren“, so Joachim Gernoth, der seit Jahren zum Team um Vereinschef Salamon gehört und die Show an beiden Tagen moderiert.

Für das leibliche Wohl sorgen die Frauen der Flieger und es hält sich das Gerücht, dass viele Piloten wegen der legendären Kuchentheke Dorsten ansteuern. Natürlich fehlen Bier und Bratwurst nicht. Wer selbst einmal in die Luft gehen will, der kann das auch tun: Entweder als Passagier in einer Antonov oder als Gast bei den Fallschirm-Tandempiloten aus Stadtlohn.

Quelle: Marl-Aktuell.de

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