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50 km von Rodgau
Patricias Erster Platz in der Kategorie „weibliche Jugend“
 

Nachdem Patricia im Februar 2009 ihren ersten Marathon in Bad Salzuflen mit einer fantastischen Leistung abschloss, reifte in uns der Gedanke 2010 in Rodgau zum Ultra50 an den Start zu gehen.

Der 50 km-Lauf im Rodgau ist Kult. Es ist der Treffpunkt der besten Läufer der Ultraszene. Nirgends kommen soviel Topläufer, Cracks und Spinner zusammen wie hier. Gelaufen wird diese Strecke über 10 Runden a 5 km. Das war dann für mich auch der Grund dort mit Patricia zu Laufen. Hier ist es jederzeit möglich beim Durchlaufen des Zielbereiches, nach jeder beliebigen Runde, aufzuhören und trotzdem in die Wertung zu gelangen.

So bereiteten ich Patricia fast 1 Jahr auf diesen Lauf vor. Unterstützt von meiner Frau Gabi und einigen Mitläufern unserer Laufgruppe LT Lippehasen.

Diese intensive Vorbereitung umfasste lange langsame Läufe über 30 km, aber auch etwas kürzere die dann aber über Bergehalden und durch tiefe Sand- und Kiesgruben führte. In den Letzten Wochen wurden diese Läufe immer schwieriger. Auf der Halde und in den Sandgruben war nur noch Schnee, Eis und Matsch. Jeder Lauf wurde zu Crossabenteuer.

Aber wie das Wetter am Samstag beim Start war, hätten unsere Vorbereitungen nicht besser sein können.

So standen wir nun zu dritt (Patricia, Gabi und ich) im Starterfeld und warteten darauf, das es losgeht.

Dann ist es soweit. Wir sind unterwegs. Geplant hatten wir ein Lauftempo, das uns nach 36 Minuten wieder durch den Zielbereich führen sollte. Aber was uns da schon auf der ersten Runde erwartete war schon ein dicker Hund. Obwohl der Veranstalter sich alle Mühe gemacht hat, den Untergrund Lauftechnisch zu verbessern, war der größte Teil der Strecke vereist, verharscht und an vielen Stellen auch noch mit Neuschnee überzogen.

Klaus Duwe (marathon4you) fasst es in zwei kurzen Sätzen zusammen;

„Auch die 410 Finisher in diesem Jahr sind vermutlich Rekord. Ich glaube nämlich nicht, dass schon einmal mehr Läuferinnen und Läufer 50 km auf einer Eisbahn zurückgelegt haben“

So drosselten wir unser Lauftempo dann auch von Runde zu Runde. An vielen Stellen rutschte man weg oder schlingerte um enge Kurven.  In der 6 Runde liefen wir dann schon 42 Minuten auf 5 km. Die Bedingungen wurden immer schwieriger, die Kälte zog unter Shirts und Hosen und dieser Untergrund kostete viel Kraft. Trotz der widrigen Wetterbedingungen war Patricia sehr gut drauf und machte nicht den Eindruck, dass sie frühzeitig ausscheiden wolle. In der 7 Runde, also hatten wir schon über 30 km zurückgelegt, forcierte sie das Tempo wieder. Die Rundenzeiten gingen wieder auf 35 Minuten zurück und immer noch konnte ich keine Schwäche bei Patricia erkennen.  Mitte der achten Runde begann es kräftig zu schneien, der Wind legte zu und das Ganze artete in ein fürchterliches Schneegestöber aus. Diese Wetterbedingungen blieben uns bis ins Ziel erhalten.

Auch in der neunten Runde lief Patricia ihren Schritt locker weiter. Wir überholten wir viele Läufer und Läuferinnen, die am Anfang ein zu schnelles Tempo angeschlagen hatten.  Nun hatte sie schon 45 km hinter sich gebracht  und wir machten uns auf den Weg um die letzten 5 km zu bewältigen. Und ich staunte nicht schlecht, dass meine junge Begleiterin immer noch an Tempo zulegen konnte. So wurde die letzte dieser 10 5 km Runden auch die schnellste. Die Zeitmessung im Ziel blieb bei 06:02:05 für Patricia stehen. Angesichts dieser Wetterverhältnisse eine Überragende Leistung.

Von drei gestarteten Läuferinnen in Patricias Altersklasse konnten 2 das Ziel bei 50 km nicht erreichen. So wurde meine 19 jähriger Begleiterin mit dem ersten Platz in der Kategorie „weibliche Jugend“ belohnt.

Bericht: Rüdiger littwin

 

Links zum Lauf

http://www.marathon4you.de/laufberichte/ultramarathon-rodgau/eiszeit/1140

http://www.marathon4you.de/laufberichte/ultramarathon-rodgau/von-neulingen-und-jubilaren/1143
 

Impressionen vom Lauf: