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Laufsport: Schnee und Frost auf 50 Kilometer
 

Klirrender Frost und Neuschnee: Wer da an Leichtathletik im Allgemeinen und an einen 50-Kilometerlauf im Speziellen denkt, der muss besonders leidensfähig sein. Der 57-jährige Rüdiger Littwin, seine Frau Gabi und Patricia Wartenberg räumen ein, dass sie auch noch etwas verrückt sind.

Logisch, dass ein solch langer Lauf einer intensiven Vorbereitung bedarf, wenn er denn nicht der Gesundheit schaden soll. „Patricia hat im Februar 2009 ihren ersten Marathon gelaufen und dabei recht gut abgeschnitten. Danach ist uns der Gedanke gekommen, einmal als Trio in Rodgau anzutreten,” erklärt Littwin den Hintergrund dieser Laufgemeinschaft, die sich gemeinsam mit anderen Freizeitläufern den originellen Namen „Lippehasen” zugelegt hat.

Die Gruppe trainierte ein Jahr
Rund ein Jahr „hoppelten” die Lippehasen mit Rüdiger Littwin, Frau Gabi und Patricia Wartenberg regelmäßig über eine Distanz von etwa 30 Kilometern. „Wenn wir über Sand gelaufen sind, oder Höhenunterschiede auf der Bergehalde trainiert haben, waren die Distanzen natürlich kürzer. In den letzten Wochen geriet jeder Trainingslauf zu einer Herausforderung, denn der anhaltende Winter verwandelt ja fast jeden Weg in eine Abenteuerstrecke,” sagt Rüdiger Littwin, der allerdings mit seinen Trio zum richtigen Zeitpunkt die richtige Form antrainiert hatte, um die Herausforderung in Rodgau zu bestehen.

Gemeinsam mit rund 400 Athleten geht das Trio auf die endlos lang erscheinende Strecke. „Der Vorteil in Rodgau ist, dass man zehn Runden über fünf Kilometer läuft. Auch wenn man aussteigt, wird die tatsächlich gelaufene Distanz gewertet. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum die Veranstaltung so beliebt ist und quasi ein Szenetreff ist,” erklärt Littwin seine Vorliebe für den hessischen Ort und seine Entscheidung, mit seinem „Azubi” Patricia dort den ersten Versuch auf der 50 Kilometer-Distanz zu unternehmen.

Schnee, Eis und Wind konnten Patricia nicht aus der Ruhe bringen
Die Verhältnisse in Rodgau waren allerdings dann genau so, wie sie sich ein 50-Kilometer-Läufer nicht wünscht: Trotz einiger Passagen, die der Veranstalter präpariert hatte, war die größte Distanz des Kurses vereist oder mit verharschten Schnee bedeckt. „Wir wollten eigentlich so um die 36 Minuten pro Runde laufen. Wir mussten aber sehr bald einsehen, dass dieses Tempo nicht zu halten war. Ab der achten Runde wurde der Wind stärker und es setzte ein regelrechter Schneesturm ein. Erstaunlich, dass sich Patricia auch durch dieses Wetter nicht aus der Ruhe bringen ließ,” erklärte Littwin diesem 50 Kilometer währenden Kampf gegen Schnee, Eis und dem berühmten inneren Schweinehund. Nach ziemlich genau sechs langen Stunden passierte Patricia Wartenberg die Ziellinie: Eine Leistung, die angesichts der Witterung besonderen Respekt verdient. In ihrer Altersklasse belegte die Dorstenerin den ersten Platz. „Für die Premiere nicht schlecht. Ich liebe solche Herausforderungen,” freute sich die Läuferin nach dem Rennen.

Derartige Distanzläufe gehören sicher zu den extremen Sportarten, die nur von gesunden Sportlern, die ausreichend trainieren, absolviert werden können.
 

Quelle: DerWesten.de