Agatha 2 soll erhalten bleiben
„Es gibt zurzeit keinen Plan, diese Schule zu schließen!“
Aufatmen bei Eltern und Lehrern, als Bürgermeister Lambert
Lütkenhorst am Dienstagmorgen diesen Satz in der Zweigstelle
der Agathaschule auf der Hardt sagt. Erstmals in vier Jahren
könnte hier was „passieren“. „Wer jetzt hier ist, bleibt das
bis zum Ende seiner Grundschulzeit.“ Da jubelten sogar die
Kinder.
Der Bürgermeister kann die Sorgen der Eltern wegnehmen, den
Fortbestand der Schule hat er nur für die nächsten Jahre
sichergestellt. Danach sieht es schlecht aus. Es gibt immer
weniger Kinder, erklärt er seinen kleinen und erwachsenen
Zuhörern. Eine Schule ohne Kinder mache keinen Sinn, die
Stadt müsse planen. Deshalb habe sie bereits die Josefschule
(Hauptschule) in Hervest-Dorsten abgerissen. Auch bei den
Grundschulen in Deuten, Östrich und Ulfkotte sehe es
problematisch aus. Deshalb arbeite die Stadt an einem Plan.
Denn Dorsten müsse sparen, man habe 140 Millionen Euro
Schulden.
„Die Schüler wollen demonstrieren, dass sie sich hier
wohlfühlen“, erläutert Patricia Günter-Grasedick, die
Schulpflegschafts-Vorsitzende. 875 Unterschriften sind für
ein „Bürgerbegehren“ gesammelt worden, die Schüler
überreichen die Listen dem Bürgermeister.
Der kennt das Engagement der Schule, deren Eltern selber zu
Pinsel und Farbe gegriffen haben. Wo die Kinder mit einem
Sponsorenlauf Geld für neue Spielgeräte eingesammelt haben.
Die sollen in Kürze aufgestellt werden.
„Es stinkt auf der Toilette“ wird er von einem Schüler auf
ein (bekanntes) Problem aufmerksam gemacht. Ein heikles
Thema für den Bürgermeister. Eine Sanierung würde 65.000
Euro kosten. Und die darf die Stadt nur ausgeben, wenn die
Schule noch mindestens zehn Jahre besteht. Das sieht aber
nicht danach aus.
In diesem Jahr hat sie bislang noch nicht genügend Schüler
zusammen, um eine Eingangsklasse zu bilden. Manche Eltern
hätten ihr Kind nicht angemeldet, weil es bereits
Schließungs-Gerüchte gab, beklagt Bernhard Janzen.
Es geht in den nächsten Jahren erst einmal weiter, sagt der
Bürgermeister. Es sei denn die Schule hat keine Schüler
mehr.
Quelle: marl-aktuell.de
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