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Dorsten-Aktuell


Alte Prognosen liegen völlig daneben
 

Dorstens Schullandschaft bleibt in Bewegung. Kaum ist ein Konzept für die Zukunft der Grundschulen erarbeitet, geht es bei den weiterführenden Schulen los.

Anders als von den Prognosen vorausgesagt haben sich für die drei Hauptschulen nur 65 Kinder angemeldet. Der Schulentwicklungsplan von 2006 ging noch von 149 Anmeldungen aus. Eine Fortschreibung liegt nicht vor.

Statt 47 Kinder für die Bonhoeffer-Schule (Holsterhausen) haben sich dort nur 21 angemeldet, statt 52 an der Geschwister-Scholl-Schule (Hardt) sind es nur 35 und statt 50 an der Laurentiusschule in Lembeck sind es offiziell erst 13.

Stattdessen wollen alle Kinder an die Gesamtschule. Dort gab es 205 Anmeldungen, aber nur 161 werden angenommen.

Lediglich zwölf Anmeldungen hat die Erich-Klausener-Realschule, 18 die Gerhart-Hauptmann-Realschule. Die Politiker vermuten, dass die Raesfelder Alexanderschule viele Anmeldungen aus dem Dorstener Norden aufgenommen hat. Die CDU schlägt vor, die Laurentiusschule mit einem Hauptschulzweig zu erweitern und sie damit zu einer Verbundschule zu machen.

Unzufrieden ist man auch noch mit einer überraschenden Konkurrenz im Stadtgebiet, nachdem St. Ursula angekündigt hat, ihre Schule auch für Jungen zu öffnen.

Und dann ist da noch die private Montessori-Schule, die in diesem Jahr mit einem Realschul-Zweig ihr Grundschul-Angebot aufstockt. Sie startet mit 13 Kindern.

Allerdings noch nicht – wie erhofft – in diesem Sommer mit einem neuen Gebäude auf dem alten Freibad-Gelände. Man habe den Aufwand unterschätzt, bedauerte der Montessori-Verein. Das Genehmigungsverfahren dauerte länger als erwartet. Deshalb wird man noch ein Jahr länger im alten Gebäude an der Juliusstraße in Holsterhausen verbleiben.

Wer ist schuld an der Misere? Die Landesregierung, sagen die einen, weil die verbindliche Empfehlung der Landesregierung nicht mehr gilt. Schulleiter führen „Flucht“ darauf zurück, dass der Name „Hauptschule“ negativ belegt sei. Eine neue Schulform unter einem neuen Namen würde aber aus den Schülern keine anderen Menschen machen.

Der Schülerrückgang hat auch andere Konsequenzen: Dorsten braucht weniger Klassenräume. Die Gemeindeprüfungsanstalt hat bereits Handlungsbedarf angemahnt. Die Stadt müsse darüber nachdenken, die Schulflächen auch anderen Nutzungsformen zur Verfügung zu stellen.
 

Quelle: marlaktuell.de