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Dorstener Bahnhof: Die „Insel“ rückt an die Stadt

 

Dass der Bahnhof aus seiner Insellage zwischen zwei Gleissträngen befreit und an die Stadt angebunden werden kann – ein alter und bislang mangels Finanzierung unerreichbarer Wunsch – ist plötzlich realistisch und soll bis 2013 Wirklichkeit werden.

Das Düsseldorfer Verkehrsministerium befürwortet die Aufnahme des Millionen-Projekts in die Finanzierungsvereinbarung von Bund und Bahn, bestätigte Ministeriumssprecher Manjo Oppenberg.

„Wir erwarten, dass die DB Netz AG unseren Vorschlag mitträgt. Eine Antwort steht noch aus, soll aber in Kürze erfolgen.“ Die Bahn mochte sich am Freitag noch nicht äußern: „Wir können das weder bestätigen noch dementieren“, sagte ein Sprecher.

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst indes hörte die öffentliche Bestätigung aus Düsseldorf mit Freude: „Der Knoten scheint zu platzen.“ Das fünf Jahre alte Handlungskonzept für den Bahnhof werde dann aber für die Weiterentwicklung des Areals nicht mehr ausreichen. Lütkenhorst: „Dann brauchen wir ein integriertes Handlungskonzept für die gesamte Innenstadt, in das wir auch das Lippetor einbinden.“ Stadtplaner Marc Lohmann nannte die Nachricht „absolut positiv für Dorsten.“ Auch wenn damit ein weiteres Großprojekt auf die Planer im Rathaus zukommt, das städtebaulich begleitet werden muss.

Die Idee ist mindestens zehn Jahre alt und in vielen Modellen durchgespielt worden: Die stadtseitigen Westgleise auf die Ostseite zu verlegen, um den Bahnhof über die neue Freifläche an die Stadt anzubinden. Bisher war das allerdings ein Plan für den St. Nimmerleinstag. Denn für die Verlegung muss zwingend die Stellwerkstechnik der Strecken digitalisiert werden – die Millionen dafür standen nicht zur Verfügung.

Dass es bei der Bahn eine Wende geben könnte, hatte die Stadt im Januar in einer Ausschusssitzung vorsichtig angedeutet – als gerade ein Konzept stand, die stadtseitigen Gleise zwar zu belassen, aber umzubauen.

Nun gibt es einen umfangreichen Ausbauplan für den Bahnhof Dorsten, der nicht nur die neue Technik für die Stellwerke umfasst, sondern auch zusätzliche Bahnsteige und die Schaffung gleichzeitiger Einfahrten bei höherer Einfahrgeschwindigkeit (dafür sind voraussichtlich umfangreiche Gleisarbeiten erforderlich). Auf 29 Millionen Euro hat die Netz AG der Bahn die Digitalisierung der Strecke und den erforderlichen Ausbau im Dorstener Bahnhof kalkuliert.

Die aktuell und voraussichtlich noch bis Dienstag laufenden Arbeiten am Dorsten Bahnhof haben mit diesem Großprojekt indes nichts zu tun. Auf der Ostseite werden 1200 Meter 30 Jahre alte Gleise und 1500 Schwellen ausgetauscht, eine „Stopfmaschine“ arbeitet 4000 Tonnen Schotter ein. In Bahndimensionen ist das „nur eine Kleinigkeit“, so ein Unternehmenssprecher
 

Quelle: DerWesten.de