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Wärme aus der Steckdose - Gutachter sehen für Barkenberg keine finanzierbaren Alternativen
 

Der große Wurf ist für Wulfen nicht in Sicht. Das ist ein Zwischenergebnis für die Suche nach einem neuen Wärmekonzept für Barkenberg. Der Ortsteil mit mehr als 5000 Wohnungen wird (zwangsweise) mit Strom beheizt.

In den 60er Jahren galt diese Idee als revolutionär fortschrittlich, jetzt steht sie als katastrophal teuer und umweltschädlich da. 2009 erhöhte die Bundesregierung den Druck: Ab 2020 dürfen keine Speicherheizsysteme mehr betrieben werden.

Im Februar hatte die Stadt den Auftrag für ein Wärmeversorgungskonzept erteilt (Kosten 100.000 Euro), ein Zwischenbericht zeigt nun, dass es nur „sinnvolle Einzellösungen“ geben wird. Fernwärme wäre eine große Lösung, dafür müsste aber ein Großteil der Bürger mitmachen.

Was die Gutachter aber (wegen der Kosten) nicht erwarten. Deshalb wird das Gutachten am Ende auf Vorschläge für bestimmte Haus- und Wohnungstypen hinauslaufen – gestaffelt nach Investitionskosten.

Betroffen, so die Gutachter, werden 4130 Haushalte sein. Nicht eingerechnet sind die mehr als 1000 Wohnungen der LEG, die bereits neue Fassaden (und Wärmedämmungen) bekommen haben. Eine neue Art der Wärmeversorgung war bei den Maßnahmen (die noch immer nicht abgeschlossen sind) nicht das Thema. Die Nachtspeicheröfen blieben.

Ob sie auch nach 2020 weiter betrieben werden können, das ist auch eine Rechtsfrage: Hat die Entwicklungsgesellschaft Wulfen (EW) beim Verkauf der Grundstücke (mitsamt der Verpflichtung, nur Strom als Heizungsart zu nutzen), im staatlichen Auftrag gehandelt? Dann würden der Verordnung der Bundesregierung von 2009 „öffentlich-rechtliche Pflichten“ entgegenstehen.

Und die Nachtspeichergeräte können bleiben.
 

Quelle: marlaktuell.de