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Sternenhimmel für Dorsten

Das Lichterfest bringt die Dorstener Altstadt zum strahlen und lädt zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Viele Leckereien, Getränke und stimmungsvolle Atmosphäre, durch musikalische Untermalung verschiedener Bands, warten auf Sie. Um 17.30 Uhr beginnt der Lichterumzug auf dem Platz der Deutschen Einheit.

Es besteht aus elektromagnetischen Wellen. Und gleichzeitig aus energiereichen Photonen. Licht scheint also im Physikunterricht als etwas sehr komplexes. Für Stephan Reken und sein Team dagegen ist das strahlende Hell vor allem eine echte Mannschaftsleistung: Gemeinsam mit Sybille Eiben, Barbara Herrmann, Christa Herberhold, Jörg Pollmann und Armin Dille lässt er das mittlerweile traditionsreiche Lichterfest in jedem November in Dorstens Altstadt leuchten.

Wer wissen will, woher die Energie kommt, mit der Reken und seine Unterstützer die intensiven Vorbereitungen stemmen, muss sich mit der Geschichte des Festes beschäftigen. Eine Geschichte, die davon erzählt, dass man Gelegenheiten beim Schopfe fassen und manchmal auch Risiken eingehen muss, wenn man erfolgreich Neues schaffen will. Und dass einer allein nur wenig, eine entschlossene Gemeinschaft aber alles bewegen kann. Alles begann jedenfalls vor sechs Jahren...

... als wieder einmal jede Menge Anfragen das Modehaus Mensing erreichten: Können wir im November oder Dezember einen Info-Stand für unseren Verein aufbauen? Können wir Waffeln verkaufenL in der Adventszeit für unsere Gruppe? „Alle wollten, wir auch - aber für so viele Stände hatten wir einfach keinen Platz", erinnert sich der heute 40-jährige Reken: „Und da habe ich mir überlegt, wie es denn wäre, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen." Sein Ansatz: Dorstens Altstadt veranstaltet einen Tag der Vereine, ehrt so das Ehrenamt, ermöglicht den bürgerschaftlich engagierten Menschen Stände aufzubauen und Einnahmen zu erzielen. „Ich hatte mir gedacht, wenn aus jedem Verein vier, fünf Leute mitmachen und die bringen vier, fünf Leute mit, dann ist die Innenstadt schnell voll", so Reken: „Bei den Kaufleuten habe ich schnell Zustimmung gefunden."

Und vor allem: wichtige Helfer. Die neue Arbeitsgemeinschaft entwickelte ein fundiertes Konzept, jedes Geschäft übernahm für mindestens 30 Euro die Patenschaft für einen Stand. Schon bei der Premiere wurden über 40 Patenschaften vermittelt, mancher Händler zeichnete sogar für zwei Stände verantwortlich. Anschließend brachte das Lenkungsteam jeweils Verein und Kaufmann zusammen.

Stephan Reken und sein Team organisieren das Lichterfest (Foto: Blende79 in Dorsten)
Stephan Reken und sein Team organisieren das Lichterfest

 (Fotos: Blende79 in Dorsten)

Das brachte - und bringt immer noch - Planungssicherheit. Und Vielfalt. „Es kann ja nicht jeder Glühwein verkaufen", sagt Reken und weist auf eine weitere Besonderheit hin: Nicht zu den üblichen Advents-, Nikolaus- und Weihnachtsmärkten wird eingeladen, sondern im Umfeld von St. Martin zum Dorstener Lichterfest. Heute sind es über 100 Patenschaften, die die Lichterfest-AG für jeden November vermittelt. Und lang ist die Liste der Vereine, die Wunschstandorte haben und oft auch spannende Ideen, um Spenden zu generieren oder Mitglieder zu werben. So viel Anspruch und Aufwand ist organisatorisch nicht immer leicht unter einen Hut zu bringen. Zum Beispiel, als aus Sicherheitsgründen der Martinsritt durch einen Lampenzug ersetzt werden musste. Oder das Gesundheitsamt heißes Wasser zum Hände waschen an jedem Stand verlangte. Aber es funktioniert bislang immer wieder - weil alle an einem Strang ziehen.

„Das Kleine ist der Geist des Festes. Und das soll auch so bleiben", sagt Reken und weiß neben dem Planungsteam auch die Reservistengemeinschaft als starke Truppe hinter sich: „Auch die Behörden ziehen aktiv mit. Das ist für alle Beteiligten und für die Besucher wirklich eine runde Sache." Dorstens künstlicher Sternenhimmel über dem Marktplatz ist jedenfalls in jedem November ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender - und zugleich der traditionsreiche Auftakt zur Woche des Ehrenamtes, die die Stadt ausrichtet. „In diesem Jahr feiern wir am 6. November, wie immer von 12 bis 19 Uhr", freut sich Reken. Und ist zuversichtlich, was die Besucherzahlen angeht: „Man muss wissen, was die Menschen bewegt. Wenn man darauf eingeht, hat man Erfolg. Ob als Unternehmen oder als Planungsteam."

Verfasser: Volksbank Dorsten