www.meinDorsten.de -  Das aktive Dorsten-Portal für Bürger und Unternehmer!

Tagesnachrichten
Sport in Dorsten
Geschäftsaktionen
Newsletter
News-Archiv
Werbe-Archiv

meinDorsten NEU























 
 

Dorsten-Aktuell


 

Strom auf der Müllkippe


Strom statt Müll: Auf einer ehemaligen Mülldeponie in Wulfen soll eine Photovoltaikanlage gebaut werden. Zunächst aber muss herausgefunden werden, was denn da auf der 2,4 Hektar großen Ex-Deponie Wulfen/Köhl zwischen Wienbachstraße, Auf der Koppel und Pörtnerskamp alles liegt.

„Der Einsatz erneuerbarer Energien ist wesentlicher Bestandteil der Umweltentwicklungsziele der Stadt Dorsten“, so stellt sich die Verwaltung positiv hinter den Antrag. Die Fläche biete sich geradezu an: Sie liegt im Anschluss an ein Gewerbegebiet, habe einen großzügigen Schutzabstand zur Wohnbebauung und das Grundstück könne so natur- und landschaftsverträglich genutzt werden. Praktischerweise steht in einer Ecke auch noch eine Trafostation, über die die gewonnene Energie ins Netz eingespeist werden könne.

Bis Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre war auf dem Grundstück Haus- und Gewerbemüll abgekippt worden. Darüber entwickelte sich eine Wiese, Eichen wuchsen, am Rande liegt ein Graben, teilweise grundwasserführend. Nun soll aus der „Fläche für die Landwirtschaft“ ein „Sonstiges Sondergebiet“ werden. Bislang sind hier Schafunterstände zulässig, demnächst stehen hier auf 1,76 ha Photovoltaik-Module, mindestens 50 cm über dem Boden, höchstens 2,50 m hoch. Natürlich eingezäunt, aber wegen der modellierten Landschaft nicht besonders auffällig.

An den Untergrund will die „Dorstener Energiegenossenschaft“, die auf dem städtischen Grundstück bauen will, nicht rangehen. Die Mutterboden-Deckschicht ist nur 10 bis 40 Zentimeter stark, darunter liegen die Auffüllungen zwischen 1,80 und 3,70 Metern: Bauschutt, Schlacken, Glas, Müll wurden gefunden. Aber auch erhöhte PCB-Gehalte. Eine genauere Untersuchung soll nun feststellen, ob das nur eine lokale Verunreinigung ist. Die Kippe ist nicht durch eine Folie gesichert.

Blend-Probleme durch die Module werden übrigens nicht erwartet.
 

Quelle: marlaktuell.de