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NEUJAHRSKONZERT
An der schönen blauen Lippe

An der schönen blauen Lippe

Walzerstadt Dorsten – am Samstag wurde dieser Traum in der Ursulinenaula Realität: Die Neue Philharmonie Westfalen unter Leitung von Heiko Mathias Förster gastierte mit dem Programm „Wien über alles“. und verwandelte mit den Klängen von Johann Strauß (Sohn) den eisigen Abend in einen Frühlingstag im Prater.

„Wir hatten diese Idee eines festlichen Neujahrskonzertes schon lange“ sagte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst zur Begrüßung. „Schön, dass es mit Unterstützung von Sparkasse und Stiftsquelle zum ersten Mal geklappt hat.“

Das sahen 600 Gäste ebenso, die sich zwei Stunden lang an den Kompositionen im Dreivierteltakt erfreuten. Zum Auftakt gab es den Walzer „Seid umschlungen, Millionen“. Die gut eingespielte Neue Philharmonie zeigte von Beginn an ihre Professionalität. Die lieblichen Klänge beschwingten das Publikum. Generalmusikdirektor Förster dirigiert wie der Walzerkönig höchstpersönlich mit federnden Knien und feinen Gesten. Das gezupfte Thema springt von der ersten zur zweiten Geige, von den Bratschen zum Cello, der Zug nimmt Fahrt auf und unterlegt vom Schlagwerk steigert sich das Orchester zum Abschlusscrescendo. Die Tanzmusik des ausgehenden 19. Jahrhunderts begeistert noch heute.

Die schönen Kompositionen sind auch Klangmalereien. „Ohne Bremse“ – die Auftragsarbeit für eine Eisenbahngesellschaft von Johann Strauß’ Bruder Eduard – lassen beim Hörer Bilder im Kopf entstehen. Da fährt die schnaufende Dampflok in den Bahnhof ein und wird begrüßt von lächelnden Frauen in eleganten langen Kleidern. Russischer Marsch, die Ouvertüre zum Waldmeister, Klipp-Klapp Galopp mit einem Mühlradgeräusch vom Trommelrand – Förster und sein Orchester eilen mit einer Leichtigkeit durch ein Programm, das gute Laune bringt. Dann kommen die bekannten Melodien aus der Operette „Die Fledermaus“, von Johann Strauss im „Du und Du-Walzer“ in ein Einzelwerk komponiert, und die Seelen sind endgültig mitgerissen.

Wiegende Köpfe beim Publikum, wiegender Körper beim Dirigenten. Dieser signiert in der Pause die CDs des Orchesters und kündigt an, die Einnahme der ersten 25 Tonträger geht ebenfalls an die Kinderferienstiftung, die den Erlös des Konzerts bekommt. Angesichts des guten Zuspruchs beim Publikum mit nahezu ausverkauftem Haus und viel Spendenwilligkeit beim Pausengetränk ein erfolgreicher Start. Dass der Abend ein Auftakt war, sind sich Bürgermeister Lütkenhorst, Matthias Feller von der Sparkasse und Michael Brodmann von der Stiftsquelle einig: „Ein klassisches Neujahrskonzert soll Tradition werden.“
 

Quelle: WAZ - derwesten.de