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Eines der ältesten Dorstener Wohnhäuser sucht neuen Besitzer

Es war mal ein unschöner und ungeliebter Rest der Vergangenheit: Die Kappusstiege, die Verbindung zwischen der heutigen Ursulastraße und dem Ostwall mit seinen uralten Häusern. Ein einziges Haus hat die Zeit überstanden. Das „Seidemannsche Haus“, jetzt soll es verkauft werden.

Wann es erbaut wurde, ist nicht klar. Eisenanker halten die Zahle „1854“ am Gemäuer fest, aber die Balkenkonstruktion in der Kappusstiege wird wohl schon älter sein. Auf der anderen Seite, zum Ostwall hin, erstrahlt es in braun-weißem Glanz. Doch der ist geschummelt: Auf dem vorderen Anbau ist das „Gebälk“ nur auf das Mauerwerk aufgemalt. Sieht hübsch und gepflegt aus und ist ein Blickfang in der modernen Umgebung. Doch echt-alt ist das nicht. Gleichwohl: Im Oktober 1986 wurde das Haus in die Denkmalliste der Stadt aufgenommen.

Bis in die 60er Jahre war das Gebäude allerhöchstens unscheinbar. Die uralten Wohnhäuser der Kappusstiege wurden damals abgerissen für die Erweiterung von St. Ursula. Auf der anderen Straßenseite durfte später das Technische Hilfswerk zeigen, wie man mit modernem Gerät ruckzuck eine ganze Häuserzeile platt macht. Nur zwei Häuser blieben bestehen, als Erinnerungswert: Die Gaststätte Circel (Schützenhof) an der Ecke zur Ursulastraße und das Haus Seidemann am anderen Straßenende. Hier wurde in einem Erweiterungsbau noch einige Jahre ein Lebensmittelgeschäft betrieben.

Jetzt wollen es die Erben der letzten Bewohnerin (Schlautmann) verkaufen: 95 qm Wohnfläche auf einem 106 qm großen Grundstück. Vier Schlafzimmer und einen interessanten Gewölbekeller bietet der Dorstener Makler Herbert Wiethoff an.

75.000 Euro soll das Objekt kosten – etwas für Liebhaber. Der neue Besitzer könnte dann in einem der beiden ältesten Wohnhäuser im historischen Dorsten (das andere ist das Haus Jägering) leben.


So sah das Seidemannsche Haus vor mehr als 100 Jahren aus.


Heute spiegeln die auf- und nachgemalten Balken ein Stück Stadtgeschichte wieder
 


Quelle: marlaktuell.de