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Café Möhring und Künstlerateliers eröffnen in der Lohnhalle

Die Künstler waren begeistert. Am Sonntag starteten das Literaturcafé Möhring in einem Seitentrakt der früheren Lohnhalle auf Fürst Leopold, während sie selber in der Lohnhalle ihre Ateliers eröffneten. Beim Tag der offenen Tür präsentierten sie sich interessierten Gästen.
„Es ist geworden, wie wir uns das gewünscht haben“, meinte Tanja van der Schors. Am Sonntag startete das Café Möhring in einem Seitentrakt der ehemaligen Lohnhalle der Zeche Fürst Leopold seinen Betrieb. Parallel öffneten die Künstler, die in der Immobilie ihre Atelier- und Arbeitsräume haben, diese für das Publikum.

„Liebe Leute, das ist kein Polterabend“, meinte Ralf Ehlert bei der offiziellen Eröffnung des Tages. „Aber Scherben bringen Glück“, gab’s als Antwort. „Über Facebook sind wir an das Piano gekommen“, erklärte er weiter. Wie überhaupt viel in der kreativen Szene spontan oder auf Zuruf passiert. Sehr kurzfristig reiste zum Beispiel Juan Petri aus Spanien an, um seinen Kunst-Automaten „Art Surprise“ aufzustellen und zu präsentieren.

Über 100 Kreative machen bei dem Projekt bereits mit, Malerei und Objekte verbergen sich dahinter. Sein Wunsch: Die beteiligten Kollegen sollten die Chance nutzen, neue Kunst für sich zu entdecken.

„Es ist toll, sich mit anderen Künstlern auf Augenhöhe begegnen zu können“, brachte es Susanne Heupel auf den Punkt. Sie habe sich sehr auf diesen Tag gefreut, sprach sie stellvertretend für die anderen Aussteller. Die Dorstenerin, die in Wulfen eine Malschule leitet, möchte ein „Bilderbuch des Lebens“ zeigen. „Die Bilder spiegeln mein Leben wider“, erklärte sie ihre großformatigen Acrylbilder. Für den Ateliertag schaffte sie Ordnung in ihrem Raum, sonst sehe es dort deutlich mehr nach Arbeit aus, versicherte sie.

„Alle Künstler sind heute hier“, betonte Ehlert und so nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Gespräch. Denn interessante und sehenswerte Arbeiten fand der kunstinteressierte Besucher in großer Zahl. Etwa die schwarz-weiß Objekte von Wolfgang Steinkopf oder die „Schönen Aussichten“ von Christa Zenzen, die sich dabei an der Form eines alten Fernrohrs orientierte.

Hinzu kam die Musik: Dirk „Kubo“ Kubowitz spielte Gitarre, für den Nachmittag hatten sich Niko Knüfken und Band angekündigt. Georg Küper wollte in die Tasten des Pianos greifen und Momente der Ruhe förderten die geplanten Lesungen im neuen Café. Dessen Team versprach: „Ob Lesung oder Modenschau. Wir versuchen, alles möglich zu machen.“

Auf skeptische Blicke in die ehemalige Lohnhalle meinte Ehlert: „Wir sind noch nicht fertig.“ Noch in diesem Jahr soll das historische Gebäude ein neues Glasdach bekommen, das mehr Licht in den großen Raum lässt. Und frische, weiße Farbe kommt noch an die Wände.

Quelle: WAZ Dorsten