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Dorsten bekommt wieder eine Aak


Die Römer waren hier bereits mit ihren Transportschiffen unterwegs, dann die Flößer und schließlich die großen Flachboote. Sie alle nutzen die Lippe als wichtigen Transportweg. Doch weil der Fluss teils extrem flach ist, musste ein besonderes Schiff her, die „Dorstener Aak“. Seit fast 200 Jahren wird sie nicht mehr gebaut – jetzt machen sich 15 junge Leute daran, sie in sechs Monaten nachzubauen.

Das ist nur zum Teil ein spannendes Hobby. In Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes. Es ist eine Qualifizierungsmaßnahme für Arbeitslose, Arbeits- und Ausbildungslatzsuchende mit dem Schwerpunkt Holzbearbeitung.

Ein vier Meter langes Modell konnte das Technische Hilfswerk bereits präsentieren, bevor die Teilnehmer nun selber Hand anlegen. Bürgermeister Lambert Lütkenhorst freut sich auf den Tag, „an dem wieder eine Dorstener Aak in der alten Hansestadt vor Anker liegt. Während Dorstens Jobcenter-leiter Herbert Averkamp mehr die Arbeitslosen im Blick hat. Sie sollen sich mit dem Projekt identifizieren und motiviert mitarbeiten.

Ein erfolgversprechender Weg, wie ein anderes Projekt, die Restaurierung eines Oldtimers, bewiesen hat. Alle 15 Teilnehmer sind mittlerweile in Arbeit oder Ausbildung. Für dieses neue Projekt wird übrigens nicht mehr Geld benötigt als für andere Projekte.

Nur Rat werden sich die jungen Leute nicht mehr in Dorsten holen können. Im Lippetal gab es die letzten Bootsbauer. In Dorsten wurde der größte Teil der Schiffe gebaut, die auf der Lippe unterwegs waren. Typisch waren die zwei Masten mit Gaffeltakelung (Segel an einem Holz, das am Mast hochgezogen wurde) und einem hausähnlichen Aufbau im Heck zur Unterbringung der Mannschaft. Bis zu 120 Tonnen konnten die Schiffe auf der Lippe transportieren.

„Eine verrückte Idee“ sei der Schiffs-Nachbau, meint der Bürgermeister. Die Einzelteile werden im Dorstener Bildungszentrum Nies gebaut, zusammengesetzt wird das Schiff im alten Kohlehafen. Und später soll es auf der Lippe oder auf dem Kanal fahren.

Übrigens: Die Original-Aak war 40 Meter lang und zwölf Schiffszimmerleute erstellten sich in rund drei Monaten aus 150 Festmeter Eichenholz.

Quelle: marlaktuell.de