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Das Ex-Hallenbad verschwindet wieder
 


Volles Haus bis an den Beckenrand: So wurde 1970 die Eröffnung des Hallenbades gefeiert.

Es war ein ganz besonderer Tag: Bürgermeister Hans Lampen trug ein Ringeltrikot ebenso wie die Fraktionsvorsitzenden des Rates, dann sprang man gemeinsam ins Wasser. Damit war das Dorstener Hallenbad eröffnet. Jetzt, 33 Jahre später, ist alles vorbei, der Abriss ist so gut wie beschlossen, nächstes Jahr soll es losgehen.

Mitte der 60er Jahre war es der sehnlichste Wunsch in Dorsten, sich doch ein eigenes Hallenbad leisten zu können. Die Marler hatten gezeigt, was für eine Attraktion das ist.

Die Zeichen standen günstig: Das brachliegende Gelände von Maria Lindenhof, im Frühjahr häufig Überschwemmungsgebiet zwischen Lippe und Kanal, sollte zum Sport- und Freizeitzentrum der Stadt werden und damit die Stadtteile Altstadt, Holsterhausen und Hervest-Dorsten verbinden.

Geld war auch da, weil die Stadt Ende 1966 für 8,5 Millionen Mark die Stadtwerke an die VEW verkauft hatte. Also konnte geplant und gebaut werden.

Kaum war das Becken gegossen, kam der Schock: Bei einer Probe-Befüllung stellte sich heraus, dass es undicht war. Die Beton-Mischung enthielt zu viel Sand, so ein Gutachten. Also musste nachgearbeitet werden mit dem Ergebnis, dass das Becken um zwei Zentimeter zu kurz war. Also für Wettbewerbe ungeeignet.

Doch das war bei der Eröffnung im Herbst 1970 kein Thema. Dass der Betrieb nicht kostendeckend war, wurde erst später zu einem Problem. Zunächst entwickelte sich die Umgebung prächtig. Gleich nebenan wurde ein Sportzentrum gebaut, gegenüber siedelte sich ein Tennisclub an, Ein Gymnasium-Neubau und die Errichtung einer Volkshochschule rundete die Bebauung ab.

Längst ist das Wasser aus dem Bad gelassen, ein Freizeitspaß für Kinder siedelte sich an. Mittlerweile wäre eine Bausanierung notwendig geworden, die die Stadt nicht zahlen kann. Dem Betreiber wurde deshalb fristgerecht gekündigt.

473.000 Euro soll der Abriss kosten, dafür fallen keine weiteren jährlichen Sicherungskosten an. Den Marler Weg, nämlich auf einen Investor zu warten (mittlerweile zwölf Jahre), will man nicht gehen.

Im Dorstener Rathaus hofft man, das Gelände schnell vermarkten zu können. Vielleicht als Ergänzung zum bestehenden Freizeitangebot.

Quelle: markaktuell.de