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Ausstellung über Leben des Nivea-Erfinders
 

Das Jüdische Museum Westfalen widmet dem jüdischen Kunstzmäzen und Erfinder der Nivea-Creme Oscar Troplowitz (1863-1918) eine Ausstellung. Troplowitz sei eine der herausragenden Gestalten unter den jüdischen Mäzenen der deutschen Kaiserzeit gewesen, erklärt das Museum. Der im schlesischen Gleiwitz geborene Troplowitz kaufte 1890 die damals kleine Firma Beiersdorf in Altona. Für sie entwickelte der Pharmazeut noch heute bekannte Marken wie Leukoplast, Labello und Nivea.

Die überdimensionierte runde Nivea-Creme-Dose in leuchtendem Blau weist den Weg in die Ausstellung, doch es geht hier nicht um die Geschichte von Nivea, sondern um das Leben von Oscar Troplowitz, das ihn als sozialen Unternehmer und Kunstmäzen vorstellt.

Geboren wurde Oscar Troplowitz 1863 im schlesischen Gleiwitz als Sohn eines jüdischen Maurermeisters. „Er wäre wohl gerne Künstler geworden, doch sein Vater drängte ihn zu einer Apothekerlehre. Später holt er dann doch noch das Abitur und ein Pharmaziestudium nach und krönt seine Laufbahn mit einem Dr. phil. in den Fächern Chemie, Physik und Allgemeine Botanik.

1890 entdeckte der aufstrebende junge Mann die Anzeige von Paul Carl Beiersdorf, der seine kleine Fabrik und sein Lager chemisch-pharmazeutischer Materialien in Altona zum Kauf anbot. Oscar Troplowitz lieh sich Geld und kaufte den Betrieb. Als innovativer Entwickler und geschickter Vermarkter sollte er den Betrieb innerhalb weniger Jahre zu einem international operierenden und erfolgreichen Unternehmen mit mehr als fünfhundert Angestellten machen.
Die Patentschrift für das „Verfahren zur Herstellung trockener Salben“ aus dem Jahre 1894 ist ebenso in der Ausstellung zu finden, wie historische Verpackungen und Werbeschilder von Labello-Stift, Zahnpasta und -pulver, Haar-Milch und Sport-Heftpflaster Cito.

Die Ausstellung ist sein 16. März eröffnet und ist noch bis zum 17. August zu sehen. Sie ist eine Kooperation mit dem Jüdischen Museum Rendsburg und der Beiersdorf AG Hamburg.