www.meinDorsten.de -  Das aktive Dorsten-Portal für Bürger und Unternehmer!

Tagesnachrichten
Sport in Dorsten
Geschäftsaktionen
Newsletter
News-Archiv
Werbe-Archiv

meinDorsten NEU























 
 

Dorsten-Aktuell


 

Kohle, Kinder, Klopssuppe

Fr., 24.07.2015, 17 Uhr
Siedlung Fürst Leopold, Dorsten

Themenführung durch die zum Teil denkmalgeschützte Zechensiedlung Fürst Leopold Dorsten (erbaut zwischen 1912 und 1920). Auf einem Spaziergang durch die Zechensiedlung werden wir an fünf Stationen Interessantes über die Rolle der Bergarbeiterfrauen erfahren, und dazu probieren wir Kleinigkeiten aus der damaligen einfachen aber schmackhaften Bergarbeiterküche.

Die Teilnahmegebühr beträgt bei dieser Führung 10 € und beinhaltet eine Umlage von 5 € für die Kochzutaten.

Start und Ende der Führung: Brunnenplatz, 46284 Dorsten

Info und Anmeldung:

Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e. V.
0 23 62 | 99 72 177
siedlung@bergbau-dorsten.de

 

Siedlung Fürst Leopold

Als 1910 die Zeche Fürst Leopold gegründet wurde, mangelte es im ländlichen Dorsten - wie auch andernorts - an Arbeitskräften. Mit einer besonders schönen Siedlung wollte die Gewerkschaft Arbeitskräfte anwerben und so schrieb sie für den Bau der Kolonie einen Wettbewerb aus - ungewöhnlich für eine solche Bauaufgabe in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.
Was der damals bekannte Architekt Eggeling daraus machte, kann man sich heute noch in Hervest anschauen.

Im Jahr 1912 begannen die Bauarbeiten, unterbrochen vom Krieg wurden sie 1920 fertiggestellt. 720 Wohnungen in vorwiegend anderthalbgeschossigen Häusern entstanden auf dem Gelände. Geringe Baudichte, großzügig gemessene öffentliche Bereiche und Hausgärten machen den Reiz der Siedlung aus. Aber auch die Architektur, die an den Baustil um 1800 erinnert und der Siedlung ein anheimelndes Gepräge verleiht, unterstützt den Eindruck. Zentrum ist ein wohlproportionierter Marktplatz mit Laubengängen. Hier waren nicht nur Wohnungen, sondern auch Geschäfte untergebracht. Ein überhöhtes Torhaus mit Uhr gibt dem Platz einen markanten Akzent.

Nachdem die Hoesch-Wohnungsgesellschaft die Siedlung übernommen hatte, wurde sie 1984 sorgfältig saniert, so dass ihr ursprüngliches Erscheinungsbild erhalten blieb. Für den Marktplatz, heute Brunnenplatz, schuf der Künstler Reinhold Schröder einen Brunnen mit Kleintieren, zu denen die Bergarbeiterfamilien einen besondere Beziehung hatten. Eine in den Boden eingelassene Metallplatte nennt die wichtigste Baudaten und zeigt die Symbole des Bergmanns: Schlägel & Eisen. Heute ist die Siedlung privatisiert, in der einst nicht nur Bergarbeiterfamilien, sondern auch Familien der Kanalschiffer wohnten.